Estland rechtfertigt Drohnenabstürze in NATO-Staaten: Das sei der Preis für Angriffe auf Russland.
Estlands Außenminister äußert sich zu den Vorfällen
Nach Angaben von Novyny.live: Der estnische Außenminister Margus Tsahkna hat sich zu den Abstürzen ukrainischer Drohnen auf dem Gebiet von NATO-Mitgliedsländern geäußert. Er bewertet diese Vorfälle als normale Begleiterscheinung im Zusammenhang mit Angriffen auf russische Infrastruktur. Gleichzeitig wies er die Vorwürfe Moskaus zurück, die baltischen Staaten seien an Attacken auf Russland beteiligt. Tsahkna stellte klar, dass Estland die Vorfälle zwar mit Besorgnis sehe, sie jedoch im Kontext der laufenden Kampfhandlungen als gerechtfertigt betrachte. Zur Einordnung: In den vergangenen Monaten sind mehrfach Drohnen auf NATO-Territorium gestürzt, was die Sicherheitslage in der Region zusätzlich verschärft hat.
Ein akzeptierter Preis
Tsahkna zufolge seien die abstürzenden Drohnen ein „gerechtfertigter Preis für erfolgreiche Schläge gegen die militärische und energetische Infrastruktur Russlands“. Er betonte, dass sein Land die Situation zwar nicht begrüße, aber auch nicht fordere, dass die Ukraine derartige Angriffe einstelle. Diese träfen nämlich „Putins Lebensader“. Der russische Präsident Wladimir Putin habe zunehmend Probleme bei der Treibstoffversorgung, verursacht durch Attacken auf Ölraffinerien, wie Wolodymyr Selenskyj berichtete.
Weiterhin bezeichnete Tsahkna die Behauptungen des Kremls, die baltischen Länder seien an den Angriffen beteiligt, als haltlos. Sie zeugten vielmehr von der wachsenden Nervosität der russischen Führung. Die Vorfälle, darunter auch der Absturz einer ukrainischen Drohne auf NATO-Gebiet, unterstrichen die Ernsthaftigkeit der Lage. Der rumänische Präsident Nikusor Dan charakterisierte einen dieser Zwischenfälle als den schwerwiegendsten seit Beginn der groß angelegten russischen Invasion in der Ukraine.
Die Aussagen des estnischen Ministers verdeutlichen die komplexe Situation in der Region, in der Drohnenabstürze eine direkte Folge der anhaltenden Kriegshandlungen und der Spannungen zwischen Russland und der Ukraine sind. Sie unterstreichen zudem die wachsende Rolle der baltischen Staaten bei der Unterstützung der Ukraine und ihre Bereitschaft, ihre Position auf der internationalen Bühne zu vertreten – ungeachtet des Drucks aus Moskau.
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