Gemeinsam nach Europa: Warum Estland auf parallele EU-Beitritte von Ukraine und Moldau drängt.
Zwei Länder, ein Weg in die EU
Nach Angaben von UATV: Der estnische Außenminister Margus Tsahkna hat sich deutlich dafür ausgesprochen, die Beitrittsprozesse der Ukraine und Moldaus zur Europäischen Union nicht zu trennen. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'Ukrinform' betonte er, dass innerhalb der EU-Mitgliedstaaten zunehmend Einigkeit darüber herrsche, beide Länder gemeinsam voranzubringen. Zwar basiere der EU-Beitritt grundsätzlich auf den eigenen Leistungen eines jeden Kandidaten, räumte Tsahkna ein. Dennoch befänden sich die Ukraine und Moldau in unterschiedlichen Ausgangslagen, was ein paralleles Vorgehen nicht ausschließe.
Der Minister hob hervor, dass es sich bei der EU-Erweiterung nicht nur um einen technischen, sondern vor allem um einen politischen Prozess handle.
„Ich sehe jetzt einen wachsenden Konsens, gemeinsam voranzugehen“ - Margus Tsahkna. Diese Aussage unterstreicht, wie entscheidend die Geschlossenheit der beiden Nachbarländer für ihre europäischen Ambitionen ist.
Rückenwind aus Brüssel und anderen Hauptstädten
Auch Roberta Metsola, die Präsidentin des Europäischen Parlaments, machte sich für eine zügige Annäherung der Ukraine an die EU stark. Sie erklärte,
„der Block darf Diskussionen über verschiedene Integrationsmodelle nicht als Vorwand nutzen, um die Vollmitgliedschaft der Ukraine hinauszuzögern“ - Roberta Metsola. Mit dieser deutlichen Ansage untermauerte sie die Dringlichkeit konkreter Schritte seitens der EU.
- Finnland sprach sich dafür aus, der Ukraine und Moldau alle Verhandlungskapitel mit der EU zu öffnen.
- Irland kündigte an, während seiner Ratspräsidentschaft die militärische Unterstützung und die EU-Integration der Ukraine zu Schwerpunkten zu machen.
Diese Signale aus verschiedenen EU-Staaten belegen den wachsenden Rückhalt für die Ukraine und Moldau. Das gemeinsame Vorrücken könnte nicht nur für den Erfolg ihrer Beitrittsziele entscheidend sein, sondern auch zur Stabilität in der gesamten Region beitragen. Die zunehmende politische Bereitschaft zur Aufnahme neuer Mitglieder zeigt, dass die EU ihren Erweiterungsprozess wieder verstärkt als strategisches Instrument begreift.
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