Täglich unter Beschuss: 7000 Menschen in Donezk-Region harren in Gefahrenzone aus.
Rettungsaktion in der Frontstadt
Nach Angaben von UATV: In der Stadt Druschkiwka im Gebiet Donezk läuft eine Evakuierungsaktion für die verbliebene Zivilbevölkerung. Besonders ältere und eingeschränkt mobile Bewohner werden von Polizei und Rettungskräften unterstützt. Täglich schaffen die Helfer zwischen fünf und zehn Menschen in Sicherheit. Nach Polizeiangaben halten sich noch rund 7000 Personen in der Stadt auf – sie sind täglich Artilleriebeschuss und feindlichen Drohnen ausgesetzt.
Druschkiwka liegt nur 13 Kilometer von der Frontlinie entfernt, was die Lage für die Einwohner extrem gefährlich macht. Seit Dezember 2025 gilt die Stadt offiziell als Kampfzone, weshalb die Evakuierung dringend vorangetrieben wird. Eine spezielle Polizeieinheit namens „Weißer Engel“ ist maßgeblich an der Organisation beteiligt und sorgt für den sicheren Abtransport der Bedürftigen. Die Helfer arbeiten unter hohem Risiko, um Leben zu retten.
Bedrückende Stille und ständige Angst
Die Einsatzkräfte schildern die Lage als äußerst besorgniserregend:
„Der Morgen in Druschkiwka: leere Straßen, zerstörte Häuser. Und es werden immer mehr Gebäude, die unter feindlichen Beschuss geraten.“
Die verbliebenen Anwohner äußern ihre Furcht deutlich. Eine Bewohnerin berichtet: „Wir halten es nicht mehr aus. Nachts starren wir ständig in den Himmel und lauschen, wo etwas einschlägt. Die Gleitbomben sind besonders schrecklich.“ Sie erzählt von einem Vorfall, bei dem eine Drohne über ihrem Hof kreiste und schwarzen Rauch sowie panische Angst hinterließ.
Die meisten Menschen, die noch in Druschkiwka ausharren, sind Senioren, die dringend auf Hilfe angewiesen sind. Die Evakuierung läuft weiter, und Tag für Tag versuchen Polizei und Rettungskräfte, so viele Leben wie möglich zu retten – unter ständig wachsender Bedrohung. Die Stimmung in der Stadt bleibt angespannt, und die Einwohner hoffen auf eine baldige Besserung der Lage.
Die Evakuierung der Stadt verdeutlicht die ernste humanitäre Notlage in der Region, in der der Konflikt weiterhin die Zivilbevölkerung trifft. Aufgrund der Nähe zur Front steigen die Risiken für Leib und Leben der Menschen, besonders für verletzliche Gruppen wie ältere Menschen. Der Einsatz von Polizei und Rettungskräften ist für die Sicherheit unerlässlich, doch die Frage nach einer dauerhaften Stabilisierung und dem Wiederaufbau der Region bleibt offen.
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