Kramatorsk und Slowjansk unter Beschuss: Luftangriffe erzwingen Massenflucht.

Kramatorsk und Slowjansk unter Beschuss: Luftangriffe erzwingen Massenflucht
Kramatorsk und Slowjansk unter Beschuss: Luftangriffe erzwingen Massenflucht

Die Lage in Kramatorsk und den Nachbarstädten

Nach Angaben von Espreso.tv: In Kramatorsk, Slowjansk und Druschkiwka herrscht eine äußerst angespannte Situation. Wolodymyr Scharkyj berichtet, dass die russischen Streitkräfte die Region mit einem massiven Waffeneinsatz überziehen. Die Folge ist eine groß angelegte Evakuierung der Zivilbevölkerung. Besonders schwer traf es die Stadt Kramatorsk am 1. Juni, als ein Angriff auf ein Umspannwerk mehrere Stadtteile tagelang ohne Stromversorgung ließ. Die Angriffe erfolgen vor allem mit Gleitbomben (KAB) und Kampfdrohnen vom Typ 'Geran-2'.

Dramatische Zustände in der gesamten Region

In Orten wie Kostjantyniwka und Oleksijewo-Druschkiwka hat sich die Lage derart zugespitzt, dass eine Evakuierung mit Fahrzeugen nicht mehr möglich ist. Die Menschen müssen zu Fuß in Richtung Druschkiwka und Kindratiwska fliehen, wo sie von Freiwilligenhelfern aufgenommen werden. Scharkyj betont:

„Der Feind greift Kramatorsk, Slowjansk und Druschkiwka mit dem gesamten Arsenal an, das ihm zur Verfügung steht.“
Gleichzeitig ist in Kramatorsk und Slowjansk eine verstärkte Abwanderung junger Familien mit Kindern zu beobachten.

Allein am 1. Juni griffen die russischen Truppen die Stellungen der ukrainischen Streitkräfte 62 Mal an. Die heftigsten Kämpfe tobten dabei im Raum Pokrowsk, wo es zu 25 Gefechten kam. Erst vor wenigen Tagen wurde ein Kleinbus der Hilfsorganisation Save Ukraine zerstört.

„Dank Gott waren alle bereits aus dem Fahrzeug ausgestiegen“, so Scharkyj.
Die Gesamtsituation in der Region bleibt extrem angespannt.

Diese Berichte verdeutlichen die dramatischen humanitären Folgen der anhaltenden Kämpfe im Osten der Ukraine. Die massenhaften Evakuierungen sind ein Zeichen für die akute Gefahr, der die Zivilbevölkerung ausgesetzt ist. Die ständige Ungewissheit über die nächsten Angriffe erfordert ein sofortiges und koordiniertes Handeln lokaler und internationaler Hilfsorganisationen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten.


Lesen Sie auch

Werbung