Rettung aus dem Frontdorf: Polizei und Seelsorger holen fünf Menschen aus Jurkiwka.
Evakuierung in Jurkiwka
Nach Angaben von TSN.ua: In der Siedlung Jurkiwka, nur zwölf Kilometer von der Kontaktlinie entfernt, läuft eine Rettungsaktion für die verbliebenen Bewohner. Grund sind die ständige Bedrohung durch russische Drohnen und Luftangriffe. Polizeibeamten und Feldgeistlichen gelang es, fünf Menschen in Sicherheit zu bringen – darunter ein Ehepaar im Alter von 83 und 86 Jahren. Die Geretteten wurden in ein Transitlager in Saporischschja gebracht.
Dramatische Lage im Ort
Die Situation in Jurkiwka ist weiterhin äußerst angespannt. Es gibt weder fließend Wasser noch Medikamente oder funktionierende Geschäfte, was das Überleben der Zurückgebliebenen extrem erschwert. Täglich wird der Ort von feindlichen Kampfflugzeugen und Drohnen angegriffen, sodass ein Verbleib lebensgefährlich ist. Die Einsatzkräfte müssen ihre Fahrzeuge oft zurücklassen und zu Fuß weitergehen, um nicht von Drohnen entdeckt zu werden.
„Wir hörten das Geräusch der ersten FPV-Drohne und verteilten uns sofort“, erinnert sich Jewgeni Tokarjow.
Für die Einheimischen ist das Leben in Deckung längst Alltag: Die Nächte verbringen sie in Fahrerkabinen, tagsüber versuchen sie, den Drohnen auszuweichen, die gezielt nach Menschen suchen.
„Jurkiwka ist ein extrem gefährlicher Ort. Wir gerieten unter Drohnenbeschuss und kamen nur knapp mit dem Leben davon“, berichtet Ihor Kornijenko.
Die Evakuierung läuft weiter, doch die Umstände bleiben wegen der ständigen Luftangriffe äußerst schwierig. Die Lage in Jurkiwka verdeutlicht, wie hart der Krieg die Zivilbevölkerung trifft – vor allem dort, wo alltägliche Versorgung wie Wasser und Medikamente fehlt. Die Rettungsbemühungen können die grundlegenden Probleme nicht lösen, zeigen aber, wie dringend die Menschen in den Kampfgebieten Hilfe brauchen.
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