Ewgen Rijbchinski erklärte seinen Umzug in die USA und wies Gerüchte über die Staatsbürgerschaft zurück.
Nach Angaben von ТСН: Der Dichter und Komponist Ewgen Rijbchinski sprach über die Gründe für seinen vorübergehenden Umzug in die USA und ob er die amerikanische Staatsbürgerschaft hat. In einem Interview mit „Allein“ teilte Rijbchinski mit, dass er 2010 beschlossen hat, die Ukraine zu verlassen, nachdem Viktor Janukowitsch an die Macht gekommen war. Zunächst schien es ihm, dass seine Verbindungen ein gewisses Maß an Sicherheit bieten könnten, aber letztendlich stellte sich alles ganz anders heraus. Gemeinsam mit seiner zweiten Frau diskutierte er die Möglichkeit, ein Kind in den USA zu bekommen, so dass die politische Situation ebenfalls ein wichtiger Faktor für den Umzug wurde.
„Als Janukowitsch an die Macht kam, dachte ich, dass meine Verbindungen eine Art Sicherheitsbalance schaffen, aber das war nicht der Fall. Meine damalige Frau war schwanger. Es war 2010. Ihre leibliche Schwester ist Amerikanerin. Wir dachten schon daran, dass sie in Amerika gebären sollte. Und genau dieser Anlass war nicht die beste Wahl. Ich musste den Verlag schließen. Ich schloss den Verlag auf dem Höhepunkt seiner Beliebtheit“, erzählte er Anna Sewastjanowa.
Trotz seines Aufenthalts in den USA betrachtete Rijbchinski dieses Land nicht als Ort für einen dauerhaften Wohnsitz. Er erklärte, warum er dort nicht lange geblieben ist, trotz der Möglichkeiten und regelmäßigen Auftritte. Der Dichter teilte auch seine Erfahrungen mit der ukrainischen Diaspora in den USA und bemerkte, dass die Tourneen gemischte Eindrücke hinterließen. Außerdem wies er die Gerüchte über das Vorhandensein einer amerikanischen Staatsbürgerschaft oder einer Green Card zurück.
„Was soll ich da machen? Taxi fahren? Wer kann ich dort sein? Ich arbeitete mit der Diaspora. Das sind Menschen, die für 20 Dollar verhungern würden. Ich tourte 2013 an der Ostküste mit Konzerten. Mir wurde vorgeworfen, dass ich 20 Dollar für den Eintritt verlangte. Ich würde sagen, dass Ukrainer in der Ukraine viel großzügiger und menschlicher sind. Ich habe keine amerikanische Staatsbürgerschaft, ich habe mir das einfach nicht zum Ziel gesetzt. Und manchmal wurde mir eine Green Card zugeschrieben. Ich hatte sie nie. Und Gott sei Dank. Es gab immer die Frage: Wer bin ich hier? Wer bin ich in der Ukraine, selbst ohne Arbeit, das weiß ich genau. Denn selbst das, was ich in den 90ern geschrieben habe, ernährt mich bis heute. Hier kann man Geld verdienen. In Amerika kann man nicht verhungern, aber um aufzusteigen und einer der Amerikaner zu werden, muss man dort geboren und aufgewachsen sein“, betonte Rijbchinski.
Zur Erinnerung: Vor Kurzem wurde Ewgen Rijbchinski zum zweiten Mal Großvater. Es ist bekannt, bei welchem seiner Söhne die Enkelin geboren wurde.
Somit eröffnet die Erzählung von Rijbchinski neue Facetten seines Lebens außerhalb der Ukraine und thematisiert Fragen der Identität und der Schwierigkeiten des Immigrantendaseins. Obwohl er nicht permanent in den USA bleiben möchte, bleibt seine Verbindung zur ukrainischen Kultur stark und seine Kreativität bringt weiterhin Früchte.
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