EU-Kommission beruft Krisentreffen zu explodierenden Öl- und Gaspreisen ein.
Dringliche Sitzung der EU-Energieexpertengruppe
Nach Angaben von UATV: Angesichts drastisch gestiegener Öl- und Gaspreise hat die Europäische Kommission für den 5. März ein Krisentreffen ihrer Energieexpertengruppe einberufen. Im Zentrum der Beratungen steht die Frage, wie sich die angespannte Lage im Iran auf die europäischen Energiemärkte auswirkt. Die Preise für Rohöl sind zuletzt massiv angestiegen; allein der Preis für die Nordseesorte Brent kletterte um 13 Prozent auf 82 US-Dollar pro Fass.
Auslöser der Preisexplosion sind die geopolitischen Spannungen in einer der wichtigsten Transitregionen der Welt. Etwa ein Fünftel des global gehandelten Erdöls und Flüssigerdgases wird durch die Straße von Hormus transportiert. Aktell befinden sich mindestens 150 Tanker im Persischen Golf vor der Meerenge, was die enorme strategische Bedeutung dieser Wasserstraße unterstreicht. Dutzende weitere Schiffe stecken auf der anderen Seite der Straße fest, seit die USA ihre Militäroperationen gegen den Iran aufgenommen haben.
Folgen für die europäische Energieversorgung
Das Gremium der EU-Kommission wird die Marktlage analysieren und bewerten, welche Auswirkungen die regionalen Entwicklungen auf die Energiepreispolitik haben könnten. Die Abhängigkeit Europas von Importen macht die Union besonders anfällig für solche Schocks.
Die aktuelle Krise zeigt, wie fragil die globale Energieversorgung ist und wie sehr die Stabilität am Persischen Golf von weltweitem Interesse ist. Jede Unterbrechung der Lieferketten könnte die Preise weiter in die Höhe treiben. Die auf dem Treffen zu treffenden Entscheidungen werden daher erhebliche Konsequenzen für die Wirtschaft der EU-Mitgliedstaaten haben, die in hohem Maße auf Öl- und Gasimporte angewiesen sind.
Vor diesem Hintergrund suchen die EU-Länder nun nach Wegen, ihre Energiesicherheit zu wahren und die Risiken durch extreme Marktschwankungen so gut wie möglich zu begrenzen.
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