EU stellt 10 Millionen Euro für Putin-Tribunal bereit – Zelenksyy kritisiert europäische Passivität.
Finanzielle Unterstützung der EU für ein Sondertribunal
Nach Angaben von TSN.ua: Die Europäische Union hat 10 Millionen Euro für die Einrichtung eines Sondertribunals bereitgestellt. Dieses soll russische Führungspersonen für ihre Rolle im Krieg gegen die Ukraine zur Rechenschaft ziehen. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kündigte die Finanzierung an und betonte die Notwendigkeit, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Sie erklärte:
„Die russischen Führer tragen die Verantwortung für diesen Krieg und müssen dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Straflosigkeit darf es nicht geben.“
Zelenskyy wirft Europa Tatenlosigkeit vor
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos übte Wolodymyr Zelenskyy scharfe Kritik an der Untätigkeit Europas in dieser Sache. Der ukrainische Präsident sagte:
„Diese Person ist im vierten Kriegsjahr nicht nur nicht verhaftet – sie kämpft auch noch vor europäischen Gerichten um ihr Geld. Und hat dabei sogar gewissen Erfolg... Was fehlt, Zeit oder politischer Wille? Zu oft scheint in Europa etwas anderes dringlicher zu sein als Gerechtigkeit.“Seine Worte verdeutlichen die Frustration über die langsame Umsetzung von Gerechtigkeit.
Der britische Verteidigungsminister John Healey äußerte zudem die Möglichkeit, Wladimir Putin zu entführen, was die komplexen Herausforderungen der internationalen Strafverfolgung im Ukraine-Krieg unterstreicht.
Die Schaffung des Sondertribunals könnte ein entscheidender Schritt sein, um den Opfern des Krieges Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und den internationalen Druck auf Russland zu erhöhen. Wie Zelenskyy jedoch anmerkte, deutet das Ausbleiben konkreter Schritte gegen die Aggressoren auf einen Mangel an politischem Willen in Europa hin. Diese Frage betrifft nicht nur die Ukraine, sondern stellt die globale Rechtsordnung insgesamt auf die Probe.
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