Fico droht mit Blockade des 20. EU-Sanktionspakets gegen Russland.
EU-Sanktionen gegen Russland: Fico stellt sich quer
Nach Angaben von Novyny.live: Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat angekündigt, das zwanzigste Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland zu blockieren. Grund dafür sind Schwierigkeiten beim Öltransit durch die Pipeline 'Druschba'. Fico betont, dass Bratislava von der EU-Kommission mehr Engagement bei der Lösung dieses Problems erwartet.
Vorwürfe und Energiesicherheit
In seiner Stellungnahme warf Fico der EU-Kommission und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor, die Interessen der Slowakei zu missachten. Er sprach von 'doppelten Standards' aus Brüssel.
„Die Europäische Kommission hat nichts unternommen, um den ukrainischen Präsidenten zu irgendetwas zu bewegen …“ — so Fico, der einen Kurswechsel in der Zusammenarbeit fordert.
Erinnert sei daran, dass Wolodymyr Selenskyj und Robert Fico bereits Anfang März 2023 telefonierten. Dabei ging es um Energiesicherheit; Fico kündigte damals an, die Stromlieferungen in die Ukraine Ende Februar 2026 einzustellen. Diese Vorfälle verdeutlichen die wachsenden Spannungen zwischen Bratislava und Kiew vor dem Hintergrund regionaler Herausforderungen.
In der aktuellen Lage ist festzuhalten, dass die Slowakei als EU-Mitglied eigentlich zur Unterstützung der Russland-Sanktionen verpflichtet ist, ihre internen Energieprobleme und Transitfragen diese Haltung jedoch beeinflussen. Die Verschärfung des slowakisch-ukrainischen Verhältnisses könnte nicht nur die bilateralen Beziehungen belasten, sondern auch die Stabilität in der Region gefährden, da die Energiesicherheit für viele osteuropäische Staaten von entscheidender Bedeutung ist.
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