Ab 3.060 Euro Schulden: Welche Zwangsmaßnahmen drohen Selbstständigen?.
Steuerpflichten für Freiberufler und Einzelunternehmer
Nach Angaben von Novyny.live: Selbstständige, die als Freiberufler oder Einzelunternehmer tätig sind, müssen regelmäßig ihre Steuern sowie Sozial- und andere Abgaben entrichten. Kommen sie dieser Pflicht nicht nach, entstehen Schulden, die die Finanzbehörden mit Zwangsmaßnahmen eintreiben können. Diese Thematik gewinnt vor dem Hintergrund neuer Regelungen, die 2026 in Kraft treten, besondere Relevanz.
Ab dem Jahr 2026 beträgt der steuerfreie Mindestbetrag für Bürger 17 Hrywnja. Von besonderer Bedeutung ist hierbei der Schwellenwert für behördliches Einschreiten: Die Finanzverwaltung kann erst dann eine Steuernachforderung versenden, wenn die Gesamtschuld des Zahlungspflichtigen 3.060 Hrywnja übersteigt. Bleibt die Zahlung nach Zugang dieser Aufforderung 60 Tage lang aus, darf das Amt verschiedene Vollstreckungsmaßnahmen ergreifen. Dazu zählen:
- Die Sperrung von Bankkonten;
- Die Beschlagnahme von Vermögenswerten wie Immobilien oder Fahrzeugen;
- Die zwangsweise Beitreibung der Schulden über den Gerichtsvollzieher.
Die regionale Steuerbehörde in Chmelnyzkyj stellt hierzu klar:
„Eine Nachforderung wird nicht zugestellt und Maßnahmen zur Schuldentilgung (Vollstreckung) nicht eingeleitet, solange die gesamte Steuerschuld des Zahlungspflichtigen 180 steuerfreie Mindesteinkommen nicht übersteigt.“Das bedeutet im Umkehrschluss: Liegt die Schuld unter dieser Grenze, bleiben formelle Steuernachforderungen und Zwangsmaßnahmen zunächst aus. Für betroffene Unternehmer ist es daher entscheidend, diesen Grenzwert im Blick zu behalten.
Steuerinformationen stets im Blick behalten
Selbstständige haben mehrere Möglichkeiten, ihren steuerlichen Status laufend zu überprüfen. Eine zentrale Anlaufstelle ist das Elektronische Steuerzahlerkabinett, insbesondere der Bereich 'Benachrichtigungen' – 'Eingangspost'. Daneben stehen folgende digitale Dienste zur Verfügung:
- Die mobile App 'Mein Finanzamt';
- Der Chatbot InfoTAX im Messenger Viber;
- Das staatliche Portal 'Dija' im Bereich 'Dienstleistungen' – 'Einzelunternehmer'.
Die pünktliche Erfüllung aller finanziellen Verpflichtungen ist somit der Schlüssel, um unangenehme Folgen zu vermeiden. Rechtzeitige Zahlungen schützen nicht nur vor Schulden, sondern auch vor den damit verbundenen behördlichen Zwangsmaßnahmen.
Angesichts der ab 2026 geltenden Neuregelungen ist es für Selbstständige umso wichtiger, ihre finanziellen Verpflichtungen genau zu kennen. Die Nutzung der verfügbaren digitalen Plattformen zur Überwachung der Steuerlage und zur termingerechten Erfüllung von Pflichten kann helfen, erhebliche finanzielle Engpässe in der Zukunft zu verhindern. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist steuerliche Disziplin eine grundlegende Voraussetzung für die Stabilität jedes Unternehmens.
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