Schattenflotte in der Falle: Wie der Westen russische Öltanker stellt.
Festnahme des Tankers 'Grinch'
Nach Angaben von UATV: Die französischen Behörden haben gemeinsam mit Großbritannien den Öltanker 'Grinch' im Mittelmeer festgesetzt. Das Schiff gehört zur sogenannten russischen Schattenflotte, die darauf ausgelegt ist, Sanktionen zu umgehen. Der unter Sanktionen stehende Tanker transportierte Rohöl und wurde von der Staatsanwaltschaft überprüft. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte wiederholt zu entschlossenen Maßnahmen gegen den Handel mit russischem Öl aufgerufen.
Die Festnahme erfolgte am 22. Januar 2023 in den Gewässern zwischen der Südküste Spaniens und der Nordküste Marokkos. Der unter der Flagge der Komoren fahrende Tanker war Anfang Januar 2023 vom russischen Murmansk ausgelaufen. Bereits im Sommer 2022 war die 'Grinch' in die Sanktionslisten der Europäischen Union, der USA und Großbritanniens aufgenommen worden. Diese Listen zielen darauf ab, Russland wichtige Einnahmequellen zu entziehen.
Gezielte Jagd auf Umgehungsflotten
Die Aktion ist Teil einer breiter angelegten internationalen Kampagne gegen die russische Schattenflotte. Am selben Tag, dem 22. Januar 2023, setzten die USA auch den Öltanker 'Sagitta' in der Karibik fest, der ebenfalls sanktioniert ist. Zuvor hatten amerikanische Streitkräfte am 15. Januar 2023 den Tanker 'Veronica' aufgebracht und bereits am 7. Januar das russische Schiff 'Bella 1' im Nordatlantik gestoppt. Bis Januar 2023 sind damit sieben Schiffe der Schattenflotte durch US-Militärs festgesetzt worden. Diese koordinierte Vorgehensweise zeigt eine neue Entschlossenheit im Westen.
Der französische Präsident Emmanuel Macron betonte, dass die Operation gemeinsam mit Verbündeten durchgeführt wurde. Ein Sprecher des US-Südkommandos unterstrich: 'Die Festsetzung eines weiteren Tankers demonstriert unsere Entschlossenheit, die Einhaltung von Sanktionen durchzusetzen.'
„Das ist die einzige Sprache, die sie verstehen.“
Andrij Sybiga
Die Maßnahmen Frankreichs, Großbritanniens und der USA verdeutlichen die verstärkten Anstrengungen westlicher Staaten, der russischen Aggression und dem illegalen Ölhandel etwas entgegenzusetzen. Die Festsetzung der 'Grinch' markiert dabei einen wichtigen operativen Erfolg. Solche Schritte unterstreichen die internationale Solidarität bei der Bekämpfung von Sanktionsumgehungen und können die Energieversorgungssicherheit in Europa langfristig stabilisieren. Entscheidend ist, dass diese Maßnahmen systematisch fortgesetzt werden, bis die international vereinbarten Regeln und Sanktionen vollständig umgesetzt sind.
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