Ex-Minister Galuschtschenko weist Vorwürfe schlechter Haftbedingungen zurück.
Gerichtsverhandlung zu Ruslan Magamedrasulow
Nach Angaben von Novyny.live: Der ehemalige Minister German Galuschtschenko wies in der Gerichtsverhandlung am 17. Februar Vorwürfe zurück, dass Ruslan Magamedrasulow unter besonders schlechten Bedingungen im Untersuchungsgefängnis festgehalten worden sei. Speziell verschlechterte Haftbedingungen habe es nicht gegeben, so Galuschtschenko. In seiner Aussage ging er auch darauf ein, dass Magamedrasulow mit seinem Stellvertreter Jewgeni Pikalow untergebracht war, den er als 'sehr anständigen und professionellen Menschen' beschrieb. Die Aussage des Ex-Ministers ist Teil eines größeren Verfahrens, das öffentlich mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wird.
Hintergrund des Falls
Ruslan Magamedrasulow war im Juli 2025 wegen Geschäftstätigkeiten in Russland festgenommen worden. Das Gericht ordnete daraufhin Untersuchungshaft ohne Möglichkeit einer Kaution an. Nach vier Monaten in der Untersuchungshaft wurde Magamedrasulow im Dezember 2025 aus der Haft entlassen.
Die Diskussion über die Haftbedingungen entwickelte sich zu einem zentralen Punkt des Prozesses, in dem Galuschtschenko versuchte, Kritik an den Strafverfolgungsbehörden zu entkräften. Seine Äußerungen lassen sich als Versuch werten, das Vorgehen der Behörden und den Ruf des Haftsystems zu verteidigen.
Der Fall lenkt die öffentliche Aufmerksamkeit erneut auf grundlegende Fragen zu den Rechten von Untersuchungsgefangenen und den Zuständen in Haftanstalten. In einer Zeit, in der die Achtung der Menschenrechte zunehmend im Fokus steht, ist die Transparenz der Sicherheitsorgane und die Gewährleistung menschenwürdiger Bedingungen für alle Inhaftierten von essentieller Bedeutung. Der Ausgang dieses Verfahrens könnte daher auch weitere Reformen im Justiz- und Haftvollzugssystem der Ukraine beeinflussen.
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