Neues EU-Sanktionspaket gegen Russland: Was sich für Ölpreise und Banken ändert.
21. Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland
Nach Angaben von UATV: Am 23. Juli verabschiedete die Europäische Union ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland. Ziel ist es, die Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine weiter zu erschweren. Die Maßnahmen sehen vor, die Preisobergrenze für russisches Öl bei rund 44 Dollar pro Barrel zu belassen. Zudem wird der Druck auf Banken erhöht, und auch Kryptowährungsinstrumente werden stärker reguliert. Die Entscheidung über einen neuen Mechanismus zur Anpassung der Preisobergrenze wurde auf den 1. August verschoben.
Der durchschnittliche Ölpreis hätte ohne diese Beschränkung bei etwa 100 Dollar pro Barrel liegen können – ein deutlicher Hinweis darauf, wie wichtig die Beibehaltung der Obergrenze ist. Der Experte Iwan Us erklärte, dass die EU ursprünglich am 15. Juli mit der Neuberechnung der Preisobergrenze für russisches Öl beginnen sollte. Er betonte zudem: Wäre die Obergrenze auf 85 Dollar gestiegen, hätte Russland sein Öl problemlos exportieren können – ohne auf eine Schattenflotte angewiesen zu sein.
Verschärfung des Visaregimes und stärkere Kontrolle der Aggression
Darüber hinaus einigten sich die EU-Staaten darauf, das Visaregime für ehemalige russische Militärangehörige zu verschärfen. Us wies darauf hin, dass
„der anhaltende Druck auf russische Banken ein Pluspunkt ist“– ein Zeichen dafür, dass der wirtschaftliche Druck auf das Aggressorland fortgesetzt wird. Er ergänzte, dies seien
„erste Signale, dass nachverfolgt wird, wer am Krieg beteiligt war“, was auf die Absicht hindeutet, diejenigen zur Verantwortung zu ziehen, die die Aggression gegen die Ukraine unterstützen.
Das neue Sanktionspaket der EU zielt also nicht nur darauf ab, die Kriegsfinanzierung einzuschränken, sondern auch klare Kontrollmechanismen für Handlungen im Zusammenhang mit der russischen Aggression zu etablieren. Es handelt sich um einen weiteren Schritt in der Strategie der Europäischen Union, Russlands wirtschaftliche Möglichkeiten zur Fortführung des Krieges zu verringern.
Die Beibehaltung der Ölpreisobergrenze ist ein zentraler Bestandteil dieser Strategie, da Öleinnahmen eine entscheidende Rolle für die russische Wirtschaft spielen. Die verstärkte Überwachung von Personen, die an Kampfhandlungen beteiligt waren, könnte darauf hindeuten, dass die EU künftig stärker auf die strafrechtliche Verfolgung von Kriegsverantwortlichen setzt.
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