Strafverfolger erhebt Anklage wegen Verschleppung von 213 Kindern aus der Region Donezk nach Russland.
Anklage gegen Drahtzieher der Kinderverschleppung
Nach Angaben von Novyny.live: Der Generalstaatsanwalt der Ukraine, Ruslan Krawtschenko, hat drei Personen offiziell verdächtigt, für die Deportation von 213 ukrainischen Kindern aus der Region Donezk nach Russland verantwortlich zu sein. Die Ankündigung fiel auf den Jahrestag der Haftbefehle des Internationalen Strafgerichtshofs gegen Wladimir Putin und Maria Lwowa-Belowa. Laut Krawtschenko handelt es sich bei den Beschuldigten um den selbsternannten 'Bildungs- und Wissenschaftsminister der DVR', den 'Leiter der Stadtverwaltung von Donezk' sowie die Direktorin eines Internats. Ihnen wird vorgeworfen, gegen die Gesetze und Gebräuche des Krieges verstoßen zu haben.
Die Verschleppung und ihre Folgen
Die Deportation der Kinder erfolgte im Rahmen einer von Russen organisierten angeblichen 'Evakuierung' am 16. Februar 2022. Bereits zwei Tage später, am 18. Februar 2022, wurden 213 Kinder aus dem Internat verschleppt. Bis heute konnte keines dieser Kinder zurückgeholt werden. Besonders alarmierend: 78 dieser ukrainischen Kinder wurden illegal an russische Familien übergeben. Im Rahmen der Initiative des ukrainischen Präsidenten 'Bring Kids Back UA' gelang es hingegen, 2048 Kinder zurückzuführen. Diese Initiative zeigt, dass trotz der schweren Verbrechen Rettung möglich ist.
Ruslan Krawtschenko betonte: 'Das ist keine Evakuierung. Das ist die Deportation ukrainischer Kinder und ein Kriegsverbrechen.'
Er wies zudem darauf hin, dass die internationale Gemeinschaft erkennen müsse, dass 'Russland bewusst die Identität unserer Kinder zerstört'. Diese Vorfälle lösen bei der ukrainischen Führung und internationalen Organisationen, die die Einhaltung der Kinderrechte im Krieg überwachen, tiefe Besorgnis aus.
Die Situation verdeutlicht die enormen humanitären Herausforderungen, denen die Ukraine im Krieg ausgesetzt ist. Die Verschleppung von Kindern ist nicht nur ein Bruch des Völkerrechts, sondern gefährdet auch ihre Identität und Zukunft. Die ukrainischen Behörden reagieren entschlossen, indem sie die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf diese Verbrechen lenken, um die Rückkehr der deportierten Kinder zu ermöglichen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
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