Estlands Außenminister warnt in Israel: Teheran und Moskau gefährden Frieden in Europa und Nahost.
Besuch des estnischen Außenministers in Israel
Nach Angaben von UATV: Am 17. März reiste Estlands Chefdiplomat Margus Tsahkna nach Israel. Dort äußerte er ernste Bedenken über die Gefahren, die von Russland für Europa und den Nahen Osten ausgehen. Im Zentrum der Gespräche standen die jüngsten Entwicklungen in der Region und ihre sicherheitspolitischen Folgen – insbesondere die wachsende Zusammenarbeit zwischen dem Iran und Russland.
Für Estland sei eine dauerhafte Stabilität im Nahen Osten von großer Bedeutung, betonte Tsahkna. Er wies darauf hin, dass das iranische Atom- und Raketenprogramm, die Unterstützung terroristischer Gruppierungen sowie die Hilfeleistungen für Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine eine ernsthafte Bedrohung für die regionale und globale Sicherheit darstellen.
„Deshalb unterstützt Estland die Schritte der USA und Israels, die darauf abzielen, diese Gefahren zu beseitigen“, so Margus Tsahkna.
Der Minister bezog zudem klar Stellung zum Ukraine-Konflikt: „Es ist offensichtlich, auf wessen Seite Russland in diesem Krieg steht und auf wessen Seite die Ukraine.“ Er unterstrich, dass es im Sicherheitsinteresse sowohl Europas als auch des Nahen Ostens liege, Druck auf Russland auszuüben und die Ukraine weiter zu unterstützen.
Wachsende Sorge im Baltikum
Die Reise des estnischen Ministers nach Israel verdeutlicht die zunehmende Besorgnis der baltischen Staaten und anderer europäischer Länder über Russlands Einfluss auf die internationale Sicherheit – insbesondere im Zusammenhang mit den Konflikten im Nahen Osten. Estlands Engagement für die Ukraine und die enge Abstimmung mit Verbündeten wie den USA und Israel zeigen das Bestreben nach einer gemeinsamen Sicherheitsarchitektur in der Region.
Dies könnte auch darauf hindeuten, dass Europa entschlossener denn je ist, sich den Bedrohungen zu stellen, die aus Russlands aggressiver Außenpolitik erwachsen. Ein weiteres Signal ist die wachsende Erkenntnis, dass die Sicherheitslage in Europa und Nahost zunehmend miteinander verwoben ist.
Lesen Sie auch
- Selenskyj enthüllt Hintergründe zu Abramowitschs Besuch: Worüber mit Putin gesprochen wurde
- Armenien-Wahl: 64 Sitze für Paschinjans Partei
- Luftverteidigung im Fokus: Selenskyjs Reise nach Großbritannien mit Macron und Merz
- Die Vergebungsformel des Papstes: Wie die Volhynien-Tragödie weiterhin die Beziehungen zwischen der Ukraine und Polen belastet
- Jeder 14. Rekrut hätte eigentlich nicht einberufen werden dürfen: Die Fehler der Einberufungsämter in der Ukraine
- Trump überzeugt Netanjahu: Kein Gegenschlag gegen Iran – das steckt dahinter

