Indiens Außenminister rechtfertigt Ölimporte aus Russland und reagiert auf US-Sanktionen.
Stellungnahme des indischen Außenministers
Nach Angaben von Espreso.tv: Der indische Außenminister S. Jaishankar hat die Käufe von russischem Öl durch sein Land verteidigt. Er betonte, dass diese Entscheidungen auf wirtschaftlichen Erwägungen beruhen und nicht auf politischen Grundsätzen. Indien sei inzwischen zum Hauptabnehmer russischen Öls geworden, während die USA Indien zuvor aufgefordert hatten, dieses Öl zu erwerben.
Laut Jaishankar richten sich die Importe nach „Kosten und Verfügbarkeit“. Er stellte klar:
„Tun wir nicht so, als ob hier ein großes Prinzip im Spiel wäre“(S. Jaishankar), was auf die Vielschichtigkeit internationaler Beziehungen hinweist. Der Minister fügte hinzu:
„Die Umstände haben uns in eine bestimmte Richtung gedrängt“(S. Jaishankar), was den pragmatischen Kurs Indiens in dieser Frage unterstreicht.
Ambivalenz in den Beziehungen zwischen Indien und Russland
Bemerkenswert ist, dass Indien im Mai 2023 ein russisches Angebot zum Kauf von Flüssigerdgas ablehnte. Dies zeigt die Widersprüchlichkeit in den bilateralen Beziehungen vor dem Hintergrund der Außenpolitik beider Länder.
Der Fall verdeutlicht Indiens pragmatische Außenpolitik, bei der wirtschaftliche Interessen oft über politischen Prinzipien stehen. Als einer der größten Energieverbraucher der Welt sucht Indien in Zeiten globaler Energiemarkt-Turbulenzen nach günstigen Konditionen für seine Versorgung. Dies könnte künftig die Beziehungen zu den USA und Russland beeinflussen. Gleichzeitig macht die Ablehnung des russischen LNG-Angebots die komplexe Natur der indisch-russischen Partnerschaft deutlich – mit möglichen Verschiebungen in der künftigen Zusammenarbeit.
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