Italiens EU-Priorität: Zuerst der Balkan, dann die Ukraine.

Italiens EU-Priorität: Zuerst der Balkan, dann die Ukraine
Italiens EU-Priorität: Zuerst der Balkan, dann die Ukraine

Italien befürwortet ukrainischen EU-Beitritt

Nach Angaben von TSN.ua: Die italienische Regierung spricht sich für eine EU-Mitgliedschaft der Ukraine aus. Allerdings hat die Integration der Balkanstaaten für Rom weiterhin Vorrang. Das betonte Außenminister Antonio Tajani. Er unterstrich die Bedeutung des EU-Beitritts der Ukraine, machte aber deutlich, dass Kiew dafür erst die notwendigen Fortschritte erzielen muss.

Italiens geplante Initiativen und Position

Zu den geplanten diplomatischen Aktivitäten zählt ein Treffen der 'Freunde des Balkans' im März. Gemeinsam mit dem deutschen Minister Wadephul ist zudem ein Besuch in Belgrad für den 1. April vorgesehen. Italien hält an seiner Linie fest, die Westbalkan-Staaten als vorrangiges Ziel der EU-Erweiterung zu sehen, unterstützt aber parallel die Beitrittsbemühungen der Ukraine. Die EU-Erweiterungspolitik bleibt ein zentrales Instrument für Stabilität auf dem Kontinent.

Wir werden die Ukraine unterstützen, die Fortschritte erzielen muss.

Antonio Tajani

Vor dem Hintergrund des für die Ukraine angestrebten Beitrittstermins 2027 bleibt die Frage der Integration akut. Auch der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán äußerte die Hoffnung, die Ukraine könne bis zu diesem Zeitpunkt aufgenommen werden. Italiens Haltung zu Ukraine und Balkan ist somit vielschichtig: Sie kombiniert Unterstützung mit klaren Erwartungen an Reformfortschritte. Diese Balance spiegelt Italiens historische Bindungen und politische Interessen in der Region wider.

Die Stellungnahme des Ministers unterstreicht, wie sehr die EU-Erweiterung die künftige Sicherheitsarchitektur Europas prägen wird. Die parallele Unterstützung für die Ukraine bei gleichzeitiger Fokussierung auf den Balkan zeigt den Versuch Roms, verschiedene außenpolitische Ziele in Einklang zu bringen. Die weitere Entwicklung wird nicht nur über die Zukunft der Ukraine, sondern auch über die Gestaltung der europäischen Zusammenarbeit entscheiden.


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