Italiens scharfer Protest: Keine Landesflaggen für russische und belarussische Athleten bei Paralympics 2026.
Italien attackiert Entscheidung des Weltverbands
Nach Angaben von TSN.ua: Die italienische Regierung hat scharfe Kritik am Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) geäußert. Der Weltverband hatte am 27. September beschlossen, Sportlern aus Russland und Belarus zu erlauben, bei den Winterspielen 2026 unter ihren Nationalflaggen anzutreten. Dies stieß nicht nur in Rom auf Empörung. Italiens Außen- und Sportminister protestierten entschieden. Sie erklärten, die fortgesetzte Missachtung von Waffenstillständen sowie olympischer und paralympischer Ideale durch Russland, unterstützt von Belarus, stehe im Widerspruch zur Teilnahme ihrer Athleten – es sei denn, sie träten als neutrale Einzelsportler an.
Zündstoff für die Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo
Die Winter-Paralympics 2026 werden in den italienischen Städten Mailand und Cortina d'Ampezzo ausgetragen. Die Entscheidung, die Mitgliedschaft der paralympischen Komitees Russlands und Belarus' wiederherzustellen, stieß bei 33 Ländern und der Europäischen Kommission auf Ablehnung. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezog klar Stellung. Er bezeichnete den IPC-Beschluss als 'schmutzig' und 'schrecklich'.
'Was mit russischen Sportlern bei Wettkämpfen passiert, ist eine 'schleichende Okkupation'',so Selenskyj.
Als weiteres Argument führte der ukrainische Sprecher Wladyslaw Heraskewytsch an, mehr als 300 russische Paralympiker hätten am Krieg gegen die Ukraine teilgenommen. Dies unterstreiche die Unzumutbarkeit ihrer Teilnahme an internationalen Wettbewerben. Die Debatte spaltet weiterhin die Sportwelt.
Der Schritt des IPC hat die Diskussion über die Teilnahme von Sportlern aus sanktionierten Ländern neu entfacht. Der Sport wird hier zum politischen Austragungsort. Die klare Haltung Italiens und anderer Staaten zeigt, dass sportpolitische Entscheidungen zunehmend als Mittel des internationalen Protests gegen militärische Aggression verstanden werden. Die Spannung zwischen dem olympischen Ideal und geopolitischen Realitäten bleibt damit hochaktuell.
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