Neue Regelung für Militärsteuer: Kabinett beschließt gestaffelte Sätze – wer wie viel zahlen muss.
Steuerpaket der ukrainischen Regierung verabschiedet
Nach Angaben von TSN.ua: Am 30. März hat das Ministerkabinett der Ukraine drei Steuergesetzentwürfe gebilligt. Einer davon regelt die Militärsteuer. Das Dokument legt fest, unter welchen Bedingungen diese Abgabe nach dem Ende des Kriegsrechts erhoben wird. Die Militärsteuer gilt für alle Steuerpflichtigen und ist ein zentraler Baustein der Staatsfinanzierung. Die neuen Vorschriften sollen die Übergangsphase nach dem Kriegsrecht erleichtern.
Steuersätze und Ausnahmeregelungen im Überblick
Die Höhe der Militärsteuer unterscheidet sich je nach Steuerkategorie:
- Einzelunternehmer (FOP) der Gruppen 1, 2 und 4 zahlen 10 % des Mindestlohns. Zum 1. Januar 2026 beträgt der Mindestlohn 864,7 Hrywnja.
- Einheitsteuerzahler der dritten Gruppe entrichten vierteljährlich 1 % ihres Einkommens.
- Unternehmer im allgemeinen Steuersystem zahlen 5 % ihres jährlichen zu versteuernden Nettoeinkommens.
Bestimmte Gruppen sind von der Abgabe befreit. Dazu zählen FOP der Gruppen 1 und 2, deren Steueradresse in vorübergehend besetzten Gebieten liegt. Auch Einzelunternehmer ohne Angestellte müssen keinen Beitrag leisten, wenn sie sich im Jahresurlaub befinden oder eine ärztlich bestätigte Krankheit von mehr als 30 Tagen vorweisen können.
Für Angestellte beträgt der Satz 5 % des Bruttogehalts. Soldaten und Bedienstete der Streitkräfte, des Sicherheitsdienstes und anderer Sicherheitsorgane zahlen hingegen nur 1,5 % auf ihre Besoldung. Ziel dieser Anpassungen ist es, das Steuersystem zu optimieren und die Finanzierung auch in schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Zeiten zu sichern.
Die Änderungen unterstreichen die Bemühungen der ukrainischen Regierung, die finanzielle Stabilität zu gewährleisten und Unternehmer während des Kriegsrechts zu unterstützen. Mit den neuen Regeln soll das Steuersystem an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Gleichzeitig entstehen mehr Spielräume für die Förderung von Unternehmen, insbesondere in den vom Konflikt betroffenen Regionen. Dieser Schritt könnte auch darauf hindeuten, dass die Regierung die Wirtschaft auf die Zeit nach dem Krieg vorbereiten will.
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