Personalnot in Kiews Stadtbetrieben: Trotz Freistellung und Gehalt bleiben Stellen unbesetzt.
Leere Stellen in der kommunalen Infrastruktur
Nach Angaben von Novyny.live: In Kiews kommunalen Dienstbetrieben bleibt etwa jede zweite Stelle unbesetzt. Das teilt Maxim Bachmatow, Leiter des Bezirksverwaltungsamts Desnja, mit. Dies geschieht, obwohl die Stellen mit einem Gehalt von 25.000 bis 30.000 Hrywnja ausgeschrieben sind und eine hundertprozentige Freistellung vom Militärdienst gewährt wird. Gesucht werden dringend Fachkräfte wie Klempner und Installateure, doch es finden sich keine Bewerber.
Maxim Bachmatow führte aus: 'Derzeit sind 50 % unserer Stellen vakant. Es wird eine 100%ige Freistellung gewährt. Gesucht werden Klempner, Installateure, es gibt eine Liste offener Positionen. Das Durchschnittsgehalt liegt bei etwa 25.000 bis 30.000 Hrywnja.'
Diese Situation offenbart ein gravierendes Personalproblem in den Betrieben, die für die Grundversorgung der Hauptstadt verantwortlich sind. Die anhaltende Personalunterdeckung gefährdet die Funktionsfähigkeit der kritischen Infrastruktur.
Energieversorgung bleibt fragil
Bachmatow kommentierte auch die Vorbereitungen Kiews auf mögliche Stromausfälle. Er machte den Bürgermeister der Stadt, Vitali Klitschko, direkt für den Zusammenbruch der Versorgung in diesem Winter verantwortlich. Hunderttausende Einwohner waren damals zeitweise ohne Heizung. Dieser Vorfall unterstreicht, wie dringend die Besetzung der offenen Stellen in den Versorgungsbetrieben ist.
Zwar erhielt der Stadtteil Trojeschtschyna zehn Generatoren aus Chmelnyzkyj, was die Lage bei der Energieversorgung etwas entspannen könnte. Ohne ausreichend qualifiziertes Personal bleiben die Möglichkeiten der kommunalen Dienste jedoch stark eingeschränkt. Die Versorgungskrise des vergangenen Winters hat die strukturellen Schwächen schonungslos offengelegt.
Die Personalnot in Kiews Stadtbetrieben weist auf eine tiefgreifende Krise in der Grundversorgung hin, die ernste Folgen für die Hauptstadt haben kann. Die hohe Zahl unbesetzter Stellen trotz finanzieller Anreize und Freistellungspraxis wirft die Frage auf, warum sich Fachkräfte nicht für diese Jobs entscheiden. Diese Frage ist umso dringlicher, als die Stadt weiterhin mit den Herausforderungen der Energiekrise kämpft und eine stabile Infrastruktur aufrechterhalten muss. Die Situation zeigt, dass monetäre Anreize allein nicht ausreichen, um die systemrelevante Daseinsvorsorge zu sichern.
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