Kiewer Metro nimmt Betrieb schrittweise wieder auf.
Schrittweise Rückkehr zum Normalbetrieb
Nach Angaben von TSN.ua: Nach dem landesweiten Stromausfall am 31. Januar nimmt die Metro in Kiew den Betrieb auf allen drei Linien wieder auf. Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, dass die Stromversorgung für kritische Infrastrukturen wiederhergestellt wurde, was die Wiederaufnahme des Zugverkehrs ermöglichte.
Aktuell verkehren Züge auf zwei der drei U-Bahn-Linien:
- Die blaue Linie fährt zwischen den Stationen 'Heroiv Dnipra' und 'Teremky'.
- Die grüne Linie ist auf der Strecke von 'Chervony Khutir' bis 'Syrets' in Betrieb.
Die Taktzeiten liegen bei etwa 6 Minuten auf der grünen und 13 bis 15 Minuten auf der blauen Linie. Auf der roten Linie verzögert sich die Wiederinbetriebnahme durch umfangreiche Sicherheitsüberprüfungen der Systeme.
Ursache und Folgen des Stromausfalls
Der Vorfall am 31. Januar hatte den kompletten Stillstand des U-Bahn-Verkehrs in der ukrainischen Hauptstadt zur Folge. Der Energiekollaps führte in weiten Teilen des Landes zu Ausfällen bei Wasser, Strom und Heizung. Um 10:42 Uhr fielen sowohl eine 400-kV-Leitung zwischen Rumänien und Moldau als auch eine 750-kV-Leitung in der Ukraine aus. Die Stabilisierung des gesamten Energiesystems wird voraussichtlich 24 bis 36 Stunden in Anspruch nehmen.
Ministerpräsident Denys Schmyhal führte die Notabschaltungen auf eine technische Störung zurück.
Serhiy Nahornyak, stellvertretender Energieminister, bestätigte, dass die volle Leistung der Atomkraftwerke erst nach und nach wiederhergestellt werden kann.
Für die Bevölkerung Kiews bedeutet die teilweise Wiederinbetriebnahme der Metro eine spürbare Entlastung im Alltag. Das U-Bahn-Netz ist das Rückgrat des städtischen Nahverkehrs und für Hunderttausende Pendler unverzichtbar. Die gründlichen Sicherheitschecks auf der roten Linie unterstreichen, dass die Wiederaufnahme des Betriebs priorisiert, aber nicht überstürzt wird. Sobald alle Prüfungen abgeschlossen sind, soll auch diese letzte Linie den Betrieb wiederaufnehmen und so die Mobilität in der Hauptstadt vollständig zurückkehren.
Lesen Sie auch
- 920 Millionen Euro von der EU für den Winter: Schmyhal beziffert weiteren Finanzbedarf der Ukraine
- Ukrainische Abgeordnete erhalten eine Gehaltserhöhung von 8.000 bis 9.000 Hryvnias: Das verdienen sie jetzt
- Gehälter im Mai: Ukrainischer Premier Schmyhal verdient knapp 129.000 Griwna
- Kiew entfernt Bulgakow-Denkmal: Ein Schritt in der Dekolonisierung der Ukraine
- Vier Stufen der Energieunabhängigkeit: Das neue Programm der Ukraine im Überblick
- Mögliche Einschränkung von Zelten in Kiewer U-Bahn während Luftalarmen

