Kampf gegen die Kälte: Wie der Zoo Kiew seine Tiere im Blackout schützt.
Wärme für Gorilla Toni: Der Überlebenskampf im Kiewer Zoo
Nach Angaben von Novyny.live: Bei eisigen Temperaturen und ständigen Stromausfällen kämpfen die Mitarbeiter des Kiewer Zoos darum, ihre Schützlinge warmzuhalten. Die angespannte Sicherheitslage im Land macht diese Aufgabe zu einer täglichen Herausforderung. Fünfmal am Tag schleppen die Pfleger Holz für den Ofen heran, um zumindest ein Minimum an Komfort für die Tiere zu gewährleisten.
Besonders im Fokus steht der 51-jährige Gorilla Toni. In seinem Gehege wird die Temperatur mühsam bei +20 °C gehalten. Zoo-Leiter Kyrill Trantin weist darauf hin, dass von den russischen Angriffen nicht nur Menschen betroffen sind. Für Toni gebe es keine Möglichkeit, wie einige Hauptstadtbewohner in wärmere Regionen zu flüchten.
„Jeder Tag ist ein Kampf um Wärme und Strom“, sagt Trantin.Die Situation zeigt, wie der Krieg die gesamte städtische Infrastruktur und jedes Leben belastet.
Ein Riesenproblem: Der immense Bedarf der anderen Tiere
Neben Gorilla Toni benötigen auch andere Zoobewohner besondere Fürsorge. Allein der Elefant trinkt täglich 150 Liter Wasser. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Bedrohungslage – Bürgermeister Vitali Klitschko rief die Kiewer erst am 23. Januar auf, die Stadt zu verlassen – bleibt die Wärmeversorgung der Tiere eine der dringendsten Prioritäten. Das Team arbeitet unermüdlich weiter, um allen Tieren erträgliche Bedingungen zu sichern.
Der Einsatz des Zoos unterstreicht mehr als nur die Pflicht zur Tierhaltung; er ist ein Symbol für Widerstandsfähigkeit und Menschlichkeit inmitten des Krieges. Während die Menschen um ihr Überleben kämpfen, spiegelt der Zoo die Verpflichtung wider, sich auch unter extremsten Umständen um alle ihm anvertrauten Lebewesen zu kümmern. Diese Arbeit ist ein stiller Akt der Solidarität in einer zerrütteten Stadt.
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