Warnung von Vitali Kim: Ohne Veredelung der Agrarprodukte verliert die Ukraine Wertschöpfung.
Strategiewechsel in der Landwirtschaft: Der Weg zur Veredelung
Nach Angaben von Novyny.live: Der Leiter der Militärverwaltung der Oblast Mykolajiw, Vitali Kim, hat die Dringlichkeit betont, mit der die Ukraine ihr Agrarwesen von einem reinen Rohstofflieferanten hin zu einer verarbeitenden Industrie umbauen muss. Er sieht darin eine entscheidende Voraussetzung für das wirtschaftliche Vorankommen des Landes. Im Jahr 2025 steuerte der Agrarsektor nämlich über 56 Prozent zu den gesamten ukrainischen Exporten bei. Ohne diesen Wandel, so Kim, drohe der Ukraine das Schicksal, nur noch ein „großes Fließband für den Anbau weniger Exportkulturen“ zu sein.
Wichtigste Anbauprodukte und bestehende Probleme
Kim wies darauf hin, dass die ukrainischen Ausfuhren nach wie vor auf wenigen Feldfrüchten basieren:
- Getreide
- Mais
- Raps
- Soja
- Sonnenblumenkerne
Trotz der großen Mengen, die das Land produziert, entgeht ihm ein erheblicher Teil der Wertschöpfung.
„Wir verkaufen der Welt riesige Ressourcenmengen, aber einen großen Teil der Wertschöpfung überlassen wir den Volkswirtschaften anderer Länder“, erklärte Vitali Kim.
Im Jahr 2025 ging die landwirtschaftliche Erzeugung in der Ukraine um fast sieben Prozent zurück. Kim unterstrich die Bedeutung der großen Agrarunternehmen, die für die Exporte und die wirtschaftliche Stabilität eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig hob er hervor, dass vor allem die kleinen Bauernhöfe für die Vielfalt der Nahrungsmittel sorgen. Seiner Ansicht nach braucht die Ukraine eine Strategie, die die Wirtschaft Schritt für Schritt komplexer macht. Nur so könne die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte vorangetrieben und deren Wertschöpfung gesteigert werden.
Setzt die Ukraine auf eine tiefere Verarbeitung, könnte sie nicht nur ihre wirtschaftliche Lage verbessern, sondern sich auch einen angesehenen Platz auf dem globalen Agramarkt sichern. Kim rief alle Beteiligten der Agrarbranche dazu auf, die Voraussetzungen für den Ausbau der verarbeitenden Industrie zu schaffen. Nur so sei eine nachhaltige Entwicklung des heimischen Agrarsektors gewährleistet.
Die Forderungen von Vitali Kim machen deutlich, wie dringend eine Modernisierung der ukrainischen Landwirtschaft ist – besonders vor dem Hintergrund weltweiter Marktveränderungen und der Notwendigkeit, die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Der Umstieg auf die Veredelung von Agrarprodukten könnte ein entscheidender Schritt sein, um die Wettbewerbsfähigkeit der ukrainischen Erzeugnisse auf dem Weltmarkt zu erhöhen. Dies wiederum hätte positive Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft des Landes.
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