Die Ukraine wird nicht in der Lage sein, Donetsk bis 2027 schnell zu erobern: Prognose des ISW.

Die Ukraine wird nicht in der Lage sein, Donetsk bis 2027 schnell zu erobern: Prognose des ISW
Die Ukraine wird nicht in der Lage sein, Donetsk bis 2027 schnell zu erobern: Prognose des ISW

Nach Angaben von ТСН: Die Geschwindigkeit des Vormarsches der Besatzungstruppen deutet darauf hin, dass eine schnelle Eroberung der gesamten Region Donetsk unwahrscheinlich ist, trotz der Aussagen des Kremls über angeblichen "unvermeidlichen Erfolg". Die russischen Truppen versuchen, sich auf die Eroberung von Pokrowsk und Myrnohrad zu konzentrieren, aber ihr Vorankommen erfolgt sehr langsam.

Dies berichteten die Russlandforscherinnen des Instituts für Kriegsforschung (ISW) Jessica Sobieski und Jenny Olmsted in einem Interview.

Analyse der Situation an der Front

„Obwohl die Geschwindigkeit des russischen Vormarsches seit August 2025 im Durchschnitt um 9,3 km² pro Tag gestiegen ist (vom 15. August bis 20. November), bleibt sie immer noch langsam. Bei Beibehaltung dieser Geschwindigkeit, der Widerstandsfähigkeit der ukrainischen Verteidigung und stabiler westlicher Unterstützung könnte Russland bis August 2027 die restlichen 22 % des von der Ukraine kontrollierten Gebiets in der Region Donetsk erobern“, merkten sie an.

Die Expertinnen sind der Meinung, dass die realen Zeiträume länger sein werden, da das herbstliche Tempo 2025 teilweise durch saisonale Wetterbedingungen bedingt ist.

Herausforderungen für die russischen Truppen

„Die Dominanz von Drohnen auf dem Schlachtfeld ermöglicht es Russland nicht, einen maneuverierenden Krieg zu führen, der für schnelle operative Durchbrüche erforderlich ist. Die russischen Truppen sind seit 2022 nicht auf große, stark befestigte Städte wie Slawjansk und Kramatorsk gestoßen und haben nicht die Fähigkeit gezeigt, diese schnell zu umzingeln oder zu erobern“, fügten die Expertinnen hinzu.

Es sei daran erinnert, dass der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte Oleksandr Syrskyi mitteilte, dass Russland seine Truppenstärke in der Ukraine auf 710.000 Soldaten erhöht hat und eine strategische Offensivoperation eingeleitet hat.

Der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, behauptet, dass Russland über die Kräfte und Ressourcen für einen Vorstoß an der Front verfügt.

In Anbetracht dieser Situation ist es wichtig, daran zu denken, dass Prognosen und Aussagen sich je nach Entwicklung der Ereignisse an der Front ändern können. Die Situation bleibt angespannt, und die weiteren Aktionen beider Seiten können erheblichen Einfluss auf die Lage in der Region haben. Beobachter glauben, dass die Gewährleistung stabiler Unterstützung für die ukrainische Armee durch den Westen ein entscheidender Faktor für den Widerstand gegen die russische Aggression sein könnte.


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