Ex-Energieminister Galuschtschenko in "Midas"-Affäre überführt: Das steckt hinter den Ermittlungen.

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Ex-Energieminister Galuschtschenko in "Midas"-Affäre überführt: Das steckt hinter den Ermittlungen

Die Vorwürfe gegen Herman Galuschtschenko

Nach Angaben von TSN.ua: Die ukrainische Antikorruptionsbehörde NABU und die Sonderstaatsanwaltschaft SAP haben den ehemaligen Energieminister Herman Galuschtschenko in der sogenannten "Midas"-Affäre überführt. Ihm wird Geldwäsche und die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Galuschtschenko war von 2021 bis 2025 Minister, also genau in dem Zeitraum, in dem laut Ermittlern ein kriminelles Netzwerk im Energiesektor aufgebaut wurde. Diese Fälle zeigen, wie tief Korruptionsstrukturen teilweise in Schlüsselbranchen verwurzelt sind.

Das Vorgehen der Ermittler

Den Ermittlungen zufolge wurde im Februar 2021 auf der Karibikinsel Anguilla ein Investmentfonds gegründet, der etwa 100 Millionen US-Dollar anlegen sollte. Die kriminelle Organisation soll jedoch über 112 Millionen US-Dollar in bar aus ihren Aktivitäten erzielt haben. Die Familie Galuschtschenko kontrollierte die Konten des Fonds, auf die mehr als 7,4 Millionen Dollar überwiesen wurden. Zudem wurden laut Aktenlage über 1,3 Millionen Schweizer Franken und 2,4 Millionen Euro in bar ausgezahlt oder an die Familie in die Schweiz transferiert.

Am 15. Februar 2025 nahmen NABU-Ermittler Herman Galuschtschenko fest, als er versuchte, die Ukraine zu verlassen. Diese Festnahme markiert einen entscheidenden Moment in den Untersuchungen zur "Midas"-Affäre, die weiterhin auf großes öffentliches Interesse stößt. Die Vorwürfe betreffen eine kriminelle Vereinigung, die laut Anklage über Firmen agierte, die in eine Trust-Struktur eingebunden waren – darunter auch Gesellschaften auf den Marshallinseln.

Die Ermittlungen dauern an, und die Detektive der NABU sammeln weiter Beweise, um ihre Anschuldigungen zu untermauern.

Die Festnahme von Herman Galuschtschenko könnte einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die Korruption in der Ukraine bedeuten, insbesondere im Energiesektor, der traditionell anfällig für Missbrauch ist.

Fälle wie "Midas" offenbaren die Komplexität und Systematik von Korruptionsnetzwerken, deren Aufdeckung und Zerschlagung die Strafverfolgungsbehörden vor immense Herausforderungen stellt. Der weitere Verlauf des Verfahrens wird auch die öffentliche Wahrnehmung der ukrainischen Antikorruptionsinstitutionen prägen.


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