Der Kreml bietet Zugeständnisse in Bezug auf Odessa und Mykolajiw an: was plant Moskau wirklich?.

Der Kreml bietet Zugeständnisse in Bezug auf Odessa und Mykolajiw an: was plant Moskau wirklich?
Der Kreml bietet Zugeständnisse in Bezug auf Odessa und Mykolajiw an: was plant Moskau wirklich?

Nach Angaben von ТСН: Der Kreml bietet einen Nichtangriffspakt für Odessa und Mykolajiw als 'Zugeständnis' in den Friedensgesprächen an, obwohl die russischen Truppen tatsächlich nicht in der Lage sind, diese ukrainischen Städte zu erobern.

Erklärungen russischer Beamter

Analytiker erinnern an die Äußerungen des stellvertretenden Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses der Staatsduma, Alexei Schurawljow, der behauptete, die russischen Truppen könnten sich 'unbedingt' in Richtung Cherson aktivieren und einen Angriff auf Odessa und Mykolajiw starten. Er bemerkte, dass dann der Ukraine 'keine weiteren großen Städte an der Küste des Schwarzen Meeres bleiben würden'. Seiner Meinung nach könnten die russischen Streitkräfte die besetzte Krim als Ausgangspunkt für offensive Maßnahmen 'zu Land und zu Wasser' nutzen.

Diskriminierung Russischsprachiger und Referenden

Wie üblich stellt Putin die Situation in einem ungünstigen Licht dar. Schurawljow erklärte auch, dass die ukrainische Regierung die russischsprachigen Einwohner von Odessa, Cherson und Mykolajiw diskriminiere. Er glaubt, dass die Bewohner dieser Regionen für einen 'Beitritt' zu Russland stimmen könnten, wenn in den Regionen Referenden durchgeführt werden. Seiner Meinung nach haben solche Fälle bereits in den Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson stattgefunden.

Analytische Sichtweise des ISW

Im Institut für Kriegsstudien wird darauf hingewiesen, dass die Kremlbeamten, einschließlich Vladimir Putin, alte Narrative zu den Ansprüchen auf die Region Odessa und Mykolajiw erneut aktiviert haben. Diese Aussagen sind jedoch wahrscheinlich Teil kognitiver und militärischer Bemühungen, die darauf abzielen, die Friedensgespräche zu beeinflussen.

Analytiker betonen, dass die russischen Truppen nicht in der Lage sind, einen großangelegten Angriff auf Odessa oder Mykolajiw, weder zu Land noch zu Wasser, durchzuführen. Dafür müssten sie auf Prioritäten in anderen Sektoren verzichten, um eine bedeutende Truppe zu konzentrieren, um den Dnipro erfolgreich zu überqueren und erheblich nach Westen und Norden voranzukommen, was eine äußerst schwierige Aufgabe darstellt.

“Der Kreml könnte Bedingungen für eine 'Aufgabe' seiner Forderungen bezüglich dieser Territorien in der Zukunft stellen, um den Eindruck zu erwecken, dass der Kreml während der Verhandlungen 'Zugeständnisse' macht,” sagen die Analysten des Instituts.

Verhandlungsstil

Putin drohte auch, die Ukraine vom Schwarzen Meer abzuschneiden und mit der Besetzung von Territorien in den Gebieten Odessa und Mykolajiw.

Das Institut ist der Ansicht, dass Moskau versuchen könnte, einen Nichtangriffspakt über ukrainische Häfen und Schiffe im Schwarzen Meer als 'Kompromiss' in den Verhandlungen darzustellen.

“Das ISW bewertet weiterhin, dass Putin seiner Zielsetzung, die gesamte Ukraine zu kontrollieren, verpflichtet bleibt. Jede wahrscheinliche 'Zugeständnis' des Kremls, die ein Einlenken von Versuchen, Odessa und Mykolajiw zu erobern, akzeptiert, wäre eine kurzfristige Verhandlungstaktik und kein Umdenken in den langfristigen strategischen Zielen des Kremls,” fassen die Analysten im Bericht zusammen.

Putin drohte der Ukraine auch mit einer maritimen Blockade und erklärte die Bereitschaft, die Angriffe auf die ukrainische maritime Infrastruktur als Reaktion auf Angriffe auf russische Tanker zu intensivieren. Er betonte, dass die Bedrohung nicht nur die Häfen, sondern auch Schiffe betrifft, die in die ukrainischen Häfen einlaufen.

Vor dem Hintergrund dieser Eskalationen bleibt die Situation rund um Odessa und Mykolajiw angespannt. Der Kreml versucht, die Friedensgespräche als Instrument zur Umsetzung seiner geopolitischen Ziele zu nutzen, trotz der realen militärischen Einschränkungen vor Ort. Dies unterstreicht die anhaltende Bedrohung, die über den ukrainischen Städten an der Küste des Schwarzen Meeres schwebt.


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