Krim droht zur Insel zu werden: Zerstörte Brücken legen russische Nachschubwege lahm.

Krim droht zur Insel zu werden: Zerstörte Brücken legen russische Nachschubwege lahm
Krim droht zur Insel zu werden: Zerstörte Brücken legen russische Nachschubwege lahm

Wie der Nachschub für Russlands Truppen auf der Krim zusammenbricht

Nach Angaben von Espreso.tv: Der ukrainische Militärexperte und Oberst a.D. Wolodymyr Selensjow hat die Versorgungslage der russischen Besatzer auf der vorübergehend besetzten Halbinsel Krim analysiert. Seinen Angaben zufolge führen von Norden her mindestens vier Straßen auf die Krim, über die der Nachschub für die russischen Einheiten fließt. Eine dieser Routen verläuft über die Landzunge Arabat, wo eine Brücke zerstört wurde. Eine weitere Verbindung bei Tschonhar ist ebenfalls beschädigt.

Bereits im Jahr 2023 hatten ukrainische Streitkräfte mit Marschflugkörpern vom Typ Storm Shadow die Tschonhar-Brücke getroffen. Zwei weitere Zufahrtsstraßen zur Krim führen über Tschaplynka und Kalantschak. Auch im nördlichen Teil der Stadt Armjansk wurde eine Brücke beschädigt. Selensjow betont, dass ein Teil der Versorgung der russischen Besatzer vom Territorium der Krim aus erfolgt – was die Anfahrtswege für ihre Sturmtruppen um über 100 Kilometer verlängert. Das erschwert die logistische Unterstützung erheblich.

Die Isolation der Krim schreitet voran

Am 11. Juni erklärte Robert „Madjar“ Browdi, Kommandeur der ukrainischen Drohneneinheiten, dass die vollständige Abtrennung der Krim von Russland kurz bevorstehe. Innerhalb des letzten Monats sei der Verkehr auf der Fernstraße „Noworossija“ um mehr als zwei Drittel zurückgegangen.

„Doch für die Russen gab es ein großes Problem – die Brücke im Norden von Armjansk wurde beschädigt“, so Wolodymyr Selensjow.

Er fügte hinzu: „Und wieder einmal: Wer weiß, was heute oder morgen Nacht passieren wird.“ Es wird betont, dass „zielgerichtet und systematisch daran gearbeitet wird, die Halbinsel Krim in eine ‚Insel Krim‘ zu verwandeln“ – ein Hinweis auf die strategische Neuausrichtung in der Region.

Die Lage bei der Versorgung der russischen Truppen auf der Krim zeigt deutlich, vor welchen enormen Herausforderungen die Besatzer stehen. Durch die aktiven Militäroperationen der Ukraine und die Beschädigung zentraler Verkehrsadern wird der Nachschub für die russischen Einheiten auf der Krim massiv erschwert. Dies könnte die militärischen Fähigkeiten Russlands in der Region schwächen und unterstreicht, wie entscheidend die Kontrolle über die Transportwege ist. Angesichts des sinkenden Verkehrsaufkommens und der geplanten Maßnahmen zur Isolation der Krim könnte sich die Lage weiterhin zugunsten der ukrainischen Kräfte entwickeln.


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