Kunst im Dienst der Aggression: Wie der Kreml Kultur als Waffe einsetzt.
Die Analyse von Jekaterina Margolis
Nach Angaben von UATV: Die Künstlerin und Autorin Jekaterina Margolis äußerte sich im Sender FREEДОM zu den Versuchen Moskaus, Kultur und Sport vom Krieg gegen die Ukraine abzukoppeln. Sie bewertet dies als zentralen Bestandteil der Propagandastrategie des Kreml. Es sei unmöglich, Sport und Kultur außerhalb der Politik zu denken, insbesondere auf staatlicher Ebene – etwa bei der Teilnahme an Olympischen und Paralympischen Spielen oder der Präsenz auf Biennalen. Solche Bereiche sind stets politisch aufgeladen.
Sport und Kultur gibt es nicht außerhalb der Politik, besonders nicht auf staatlicher Ebene. Das ist absolut unmöglich.
Jekaterina Margolis
In ihrem Auftritt am 6. März 2023 verwies Margolis darauf, dass die Leitung der Biennale bereits 2022 eine Teilnahme Russlands auf staatlicher Ebene wegen des Angriffskrieges gegen die Ukraine für unmöglich erklärt hatte. Sie betonte, der Krieg dauere bereits Jahre an. Russland nutze Kultur schon seit langem als 'hybride Waffe' – eine Praxis, die bis in die Zeit der Sowjetunion und des KGB in den 1920er Jahren zurückreiche. Wer über vier Jahre hinweg keine Worte zur Verurteilung des Völkermords finde, der spiele entweder auf der Seite des Aggressors mit.
Europäische Koordination ist dringend nötig
Margolis wies zudem darauf hin, dass das Problem auch alle 'Freundschaftsgesellschaften' betreffe, die sowjetische KGB-Strukturen geerbt hätten. 'Was die hybride Kriegführung, Kultur-Operationen und alles Weitere betrifft, scheint es mir längst an der Zeit, auf europäischer Ebene eine Koordination herzustellen', so ihre Forderung. Nur gemeinsames Handeln könne den Propagandakampagnen wirksam begegnen.
Die Ausführungen von Jekaterina Margolis unterstreichen, wie wichtig es ist, den Zusammenhang von Kultur, Sport und Politik zu begreifen – besonders in Zeiten offener Konflikte. Ihr Appell macht deutlich: Diesen Zusammenhang zu ignorieren, kann aggressive Handlungen legitimieren und Regime stützen, die internationale Normen brechen. Erklärte Neutralität in Kultur und Sport ist, so Margolis, oft nur ein Instrument zur Manipulation und lenkt von den realen Problemen ab, die die Aggression Russlands gegen die Ukraine für die Weltgemeinschaft aufwirft.
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