Nach 14 Jahren Haft: Oppositionsführer Statkewitsch ist frei.
Ein langer Weg in die Freiheit
Nach Angaben von TSN.ua: Der belarussische Oppositionspolitiker Mikalaj Statkewitsch ist nach 14 Jahren im Gefängnis am 19. Februar auf freien Fuß gesetzt worden. Seine Verurteilung im Jahr 2021 erfolgte wegen der Organisation von Massenunruhen im Umfeld der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2020, aus der Alexander Lukaschenko als Sieger hervorging. Die Freilassung beendet eine lange Leidenszeit für den prominenten Regimekritiker.
Statkewitsch war nicht der einzige politische Gefangene, der im Februar freikam. Bereits am 11. September 2025 wurden 52 Regimegegner, darunter auch er, entlassen und zur Ausreise gezwungen. Statkewitsch jedoch weigerte sich, sein Heimatland zu verlassen. Seit Juli 2022 war er in einer Einzelzelle der Strafkolonie Hlubokaje inhaftiert, wo er mehrfach an COVID-19 erkrankte.
Gesundheitliche Folgen und ein Zeichen der Hoffnung
Seine Ehefrau, Maryna Adamowitsch, bestätigte die Freilassung und wies auf die gesundheitlichen Probleme ihres Mannes hin, die die lange Haftzeit verursacht hat. In einer ersten Reaktion ließ sie mitteilen:
„Mikalaj ist zu Hause! Ansonsten ist alles in Ordnung. Alles wird gut.“ — Maryna Adamowitsch
Diese Worte sind ein starkes Signal der Zuversicht und der Unterstützung für den entkräfteten Politiker. Die Freilassung Statkewitschs ist ein bedeutendes Ereignis in Belarus, wo weiterhin zahlreiche Oppositionelle in Haft sitzen. Sie könnte oppositionelle Kräfte im Land neu motivieren und ist ein wichtiges Signal an die internationale Gemeinschaft. Ob sie eine tatsächliche Kursänderung des Regimes in der Frage der politischen Gefangenen einleitet, bleibt jedoch abzuwarten.
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