Litauens Geheimdienst warnt: Russland plant für einen langen Krieg.
Neue Bedrohungsanalyse für 2026
Nach Angaben von UATV: In ihrer aktuellen 'Bedrohungsanalyse für die nationale Sicherheit 2026' kommt der litauische Geheimdienst zu einem alarmierenden Schluss: Russland wird seinen Krieg gegen die Ukraine trotz eigener wirtschaftlicher Schwierigkeiten fortsetzen. Dem Bericht zufolge ist der Kreml bereit, seine Militärausgaben hochzufahren und die Streitkräfte weiter zu stärken – selbst für einen Konflikt, der sich noch sechs bis zehn Jahre hinziehen könnte.
Bei einem derart langen Krieg könnte Russland laut Analyse neue Einheiten aufstellen. Die Wiederauffüllung seiner strategischen Reserven an Waffen und Munition würde dem Land jedoch erhebliche Schwierigkeiten bereiten. Im schlimmsten Fall, nämlich bei einer Aufhebung der Sanktionen, könnte Moskau innerhalb von zwei Jahren einen begrenzten Konflikt in der Baltischen Region vom Zaun brechen. Diese Einschätzung unterstreicht die anhaltende Gefahr für die europäische Sicherheitsordnung.
Europas Unterstützung bleibt unverzichtbar
Der für Verteidigung zuständige EU-Kommissar Andrius Kubilius machte deutlich, dass die Ukraine dringend mehr als 2.000 Raketen für ihre Luftabwehrsysteme benötigt. Zum Vergleich: Allein im vergangenen Winter verbrauchte das Land etwa 700 Raketen für die Patriot-Systeme. Diese Zahlen zeigen, wie kritisch die internationale militärische Hilfe für die Ukraine weiterhin ist, um den anhaltenden Angriffen standzuhalten.
Die litauischen Erkenntnisse verdeutlichen, dass die von Russland ausgehende Bedrohung nicht auf die Ukraine beschränkt bleibt, sondern die europäische Sicherheit als Ganzes betrifft. Die mögliche lange Dauer des Krieges und das Risiko einer Ausweitung auf die baltischen Staaten erfordern von der EU eine konsequente Verteidigungsstrategie und fortgesetzte Unterstützung für Kiew. Die Lieferung von militärischem Gerät, insbesondere von Luftabwehrsystemen, bleibt daher von entscheidender Bedeutung, um die ukrainische Verteidigungsfähigkeit zu stärken und eine weitere Eskalation zu verhindern.
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