Litauens Präsident Naušėda sieht keine Verhandlungsbereitschaft Russlands.

Litauens Präsident Naušėda sieht keine Verhandlungsbereitschaft Russlands
Litauens Präsident Naušėda sieht keine Verhandlungsbereitschaft Russlands

Litauische Einschätzung zur russischen Haltung

Nach Angaben von UATV: Beim Weltwirtschaftsforum in Davos äußerte sich der litauische Staatspräsident Gitanas Nausėda pessimistisch über die Aussichten auf Friedensgespräche mit Russland. Er sieht sein Nachbarland nicht zu einem Dialog bereit und betonte, dass Moskau weiterhin imperialen Ambitionen folge. Selbst ein formeller Friedensvertrag würde nach Ansicht Nausėdas an dieser grundlegenden Haltung nichts ändern.

Der Präsident erklärte, keinerlei Signale für eine mögliche Verhandlungsbereitschaft aus Moskau erkennen zu können.

„Ich sehe keinerlei Signale, die darauf hindeuten, dass das passieren könnte“, sagte er.
Zudem verwies Nausėda auf die Stabilität des Kreml-Regimes. Ein möglicher Machtwechsel dort würde seiner Einschätzung nach kaum zu einer radikalen Kursänderung in der russischen Politik führen.
„Das Regime im Kreml ist derzeit genau so, wie es ist, und ein Wechsel würde wahrscheinlich keine radikalen Veränderungen in der Politik Russlands nach sich ziehen“, so seine Einschätzung.

Fortdauernde aggressive Zielsetzung

Nach Auffassung des litauischen Staatsoberhaupts zeigt Russland seine aggressive Politik weiterhin deutlich, unter anderem durch gezielte Angriffe auf ukrainische Kritische Infrastruktur.

„Im Gegensatz zur EU strebt Russland eine Expansion durch Gewaltanwendung an“, betonte Präsident Nausėda.
Seine Äußerungen spiegeln somit die ernste Sorge vor einer weiteren Eskalation und der Fortsetzung der Kriegshandlungen wider.

Die Kommentare aus Vilnius stehen für die Besorgnis der baltischen Staaten und vieler anderer europäischer Länder. Sie machen deutlich, dass ein Wiederaufleben echter Friedensbemühungen in der Ukraine unwahrscheinlich ist, solange sich die grundlegende Ausrichtung der russischen Politik nicht ändert. Dies unterstreicht aus europäischer Sicht die Notwendigkeit der fortgesetzten internationalen Unterstützung für die Ukraine und der Entschlossenheit, die Souveränität aller von Russland bedrohten Staaten zu verteidigen. Die Position Litauens ist dabei besonders von seiner historischen Erfahrung geprägt.


Lesen Sie auch

Werbung