Macron hat Merz' Plan vereitelt: Warum die EU der Ukraine keine 210 Milliarden Euro überlassen wird.

Macron hat Merz' Plan vereitelt: Warum die EU der Ukraine keine 210 Milliarden Euro überlassen wird
Macron hat Merz' Plan vereitelt: Warum die EU der Ukraine keine 210 Milliarden Euro überlassen wird

Nach Angaben von ТСН: Der deutsche Kanzler Friedrich Merz konnte sich nicht die Unterstützung der EU-Führer sichern, um 210 Milliarden Euro eingefrorene russische Vermögenswerte zur Unterstützung der Ukraine zu verwenden. Der Hauptgrund dafür ist das Fehlen von Unterstützung durch den französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Vor dem Gipfel in Brüssel äußerte der französische Präsident keine Einwände gegen die Initiative Deutschlands, jedoch erklärte sein Team privat, dass es Bedenken hinsichtlich der Rechtmäßigkeit eines solchen Vorschlags gebe, insbesondere wegen möglicher Komplikationen in Bezug auf nationale Garantien, falls diese Vermögenswerte bald an Russland zurückgegeben werden müssten.

Eine wachsende Anzahl von Ländern, darunter Italien, unterstützte Belgien, das schon lange gegen diesen Plan war, da sich die meisten russischen Vermögenswerte gerade dort befinden. Infolgedessen stellte Macron sich nicht an die Seite von Kanzler Merz und begrub diese Idee faktisch.

„Macron hat Merz verraten, und er weiß, dass er dafür bezahlen muss. Aber er ist so schwach, dass er keine andere Wahl hatte“,

– betonte ein hochrangiger europäischer Diplomat, der über die Verhandlungen informiert ist.

Diese Situation verdeutlichte das Ungleichgewicht zwischen Deutschland und Frankreich: die aktive Position Deutschlands und die Zögerlichkeit Frankreichs. Der aktuelle Zustand untergräbt die Hoffnungen auf eine Wiederbelebung der Zusammenarbeit zwischen diesen Ländern, die einst wichtige politische Veränderungen in der EU anstießen.

„In Brüssel gibt es das Gefühl, dass Berlin der Hauptakteur ist, während der Einfluss Frankreichs unzureichend ist“,

– erklärte die Expertin für europäische Politik Georgina Wright.

Rollenwechsel in der europäischen Politik

Der Leiter der Europa-Abteilung bei Eurasia Group, Mujtaba Rahman, wies darauf hin, dass in den letzten Jahren im Élysée-Palast behauptet wurde, dass die Zögerlichkeit Deutschlands die Entwicklung der europäischen Politik behindert. Doch nun haben sich die Rollen von Macron und Merz grundlegend geändert.

„Jetzt haben wir einen Kanzler, der Geopolitik versteht, der sich einbringen und mehr für Europa tun möchte… aber jetzt kann Paris seinen Teil des Deals nicht einhalten“,

– hob er hervor.

Berichten zufolge unterstützte Merz Ideen, die von Paris schon lange gefördert werden, insbesondere die europäische strategische Autonomie und Einschränkungen beim Import aus unlauter handelnden Ländern. Kürzlich hat Berlin den Handel verteidigt, indem es den Import von Stahl aus China eingeschränkt hat, was einen neuen Schritt für Deutschland darstellt.

Frankreich scheint sich von den Prinzipien einer starken Europäischen Union zu entfernen.

„In Brüssel wächst das Gefühl, dass Frankreich nationale Interessen über die Interessen der EU stellt… Das alte Sprichwort, dass 'Frankreich nur Reden, Reden, Reden und keine Taten' vollbringt, erfährt eine Wiederbelebung“,

– stellte Georgina Wright fest.

Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass der französische Präsident Emmanuel Macron die Bedeutung eines direkten Dialogs zwischen europäischen Ländern und dem russischen Führer Wladimir Putin betont hat.

Diese Entwicklungen deuten auf wachsende Spannungen in den Beziehungen zwischen den Schlüsselakteuren der Europäischen Union hin. Auf der einen Seite strebt Deutschland danach, seine Rolle in der europäischen Politik zu aktivieren, während Frankreich möglicherweise mehr auf seine eigenen nationalen Interessen fokussiert ist. Welche Konsequenzen dies für die EU in naher Zukunft haben wird, wird die Zeit zeigen.


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