UN-Sicherheitsrat: Melnyk fordert unausweichliche Strafe für russische Kriegsverbrechen.
Ukrainischer UN-Botschafter Andrij Melnyk vor dem Sicherheitsrat
Nach Angaben von TSN.ua: Vor dem UN-Sicherheitsrat hat der ständige Vertreter der Ukraine, Andrij Melnyk, mit Nachdruck gefordert, Russland für alle Kriegsverbrechen im Zuge des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs zur Rechenschaft zu ziehen. In seiner Ansprache nannte er konkrete Gräueltaten, darunter die Massaker in Butscha, Zwangsdeportationen, Folter und systematische sexualisierte Gewalt. Diese Verbrechen stellen eine schwere Belastungsprobe für die internationale Rechtsordnung dar.
Melnyk verwies zudem auf die schwerwiegenden Folgen der russischen Angriffe auf die zivile Energieinfrastruktur der Ukraine.
„Ganze Städte versinken in Kälte und Dunkelheit“ - Andrij Melnyk, so der Botschafter, der damit die dadurch ausgelöste humanitäre Krise verdeutlichte. Er betonte unmissverständlich:
„Die Verantwortung für diese Verbrechen muss unausweichlich sein“ - Andrij Melnyk.
Gerechtigkeit als Grundlage für Frieden
In seiner Rede stellte Melnyk klar, dass „Gerechtigkeit und Rechenschaft kein Hindernis für den Frieden sind, sondern vielmehr seine Grundlage“. Es dürfe weder eine selektive Justiz noch Straflosigkeit geben, betonte er und pochte auf die zwingende Notwendigkeit einer lückenlosen Aufklärung und Bestrafung der Verbrechen am ukrainischen Volk.
Parallel dazu kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine neue Verhandlungsrunde unter Beteiligung der USA und Russlands an, die einen möglichen Schritt zur Konfliktlösung darstellen könnte. Für die ukrainische Seite bleibt die strafrechtliche Verfolgung der Kriegsverbrechen jedoch eine unabdingbare Priorität.
Die deutliche Stellungnahme Melnyks unterstreicht die Bedeutung der internationalen Unterstützung für die Ukraine und das dringende Bedürfnis der Opfer nach Gerechtigkeit. Die Forderung nach unausweichlicher Rechenschaft könnte eine zentrale Grundlage für künftige Verhandlungen bilden und so Bedingungen für eine gerechte Konfliktlösung schaffen. Die klare Haltung Kiews setzt ein wichtiges Signal an die Weltgemeinschaft, die Prinzipien des Völkerrechts und der Menschenrechte entschlossen zu verteidigen.
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