Charkiw: Oberbürgermeister Terechow fordert Ende von Zwangsrekrutierungen.
Stellungnahme des Charkiwer Stadtoberhaupts
Nach Angaben von Novyny.live: In einer am 31. Januar auf Telegram veröffentlichten Erklärung äußerte sich der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechow, zur laufenden Mobilisierung. Angesichts der anhaltenden Angriffe russischer Truppen betonte er, dass die Rekrutierung für die Streitkräfte der Ukraine zwar notwendig sei, jedoch gerecht und ohne Rechtsverstöße ablaufen müsse. Die Auffüllung der Reihen der Streitkräfte sei erforderlich, so Terechow.
Dennoch räumte der Bürgermeister ein, dass es leider weiterhin zu Fällen von Zwangsrekrutierung komme.
„Solche Vorfälle gibt es noch immer“,stellte er fest und machte deutlich, dass derartige Vorkommnisse weder in Charkiw noch in der gesamten Ukraine Platz haben dürften. Seine Äußerungen erfolgten vor dem Hintergrund eines jüngsten Vorfalls mit Schusswaffengebrauch in der Oblast Schytomyr, der in der Öffentlichkeit ebenfalls für Empörung gesorgt hatte.
Kontrollmechanismen für die Mobilisierung
Zudem wies Terechow auf eine Anweisung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hin, die das Problem der sogenannten 'Busifizierung' – willkürliche Festnahmen von Wehrpflichtigen – lösen soll. Dies unterstreiche die Bedeutung einer strengen Kontrolle der Mobilisierungsprozesse.
„Der Krieg findet nicht nur an Land, in der Luft und auf See statt“,erklärte Ihor Terechow und verwies damit auf die komplexe Gesamtsituation, mit der das Land im Krieg konfrontiert ist.
Der Charkiwer Oberbürgermeister appellierte daher an die Einhaltung von Recht und Gesetz sowie an den Schutz der Bürgerrechte während der Mobilisierung. Fairness und Transparenz müssten auch unter diesen kritischen Bedingungen oberste Prinzipien bleiben. Die Mobilisierung ist ein zentraler Bestandteil der ukrainischen Verteidigungsstrategie gegen die anhaltende Aggression. Die jüngsten Vorfälle zeigen, wie wichtig klare Regeln und deren Einhaltung sind, um nicht nur die Kampfkraft der Armee, sondern auch das Vertrauen der Bevölkerung zu erhalten.
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