Merz: 90 Milliarden Euro aus russischen Vermögenswerten können die ukrainische Armee noch zwei Jahre finanzieren.
Nach Angaben von ТСН: Der deutsche Kanzler Friedrich Merz betonte die Bedeutung der Nutzung gefrorener russischer Staatsvermögen zur weiteren Unterstützung der Ukraine. Seiner Aussage nach könnte die Gesamtsumme 90 Milliarden Euro erreichen, was eine stabile Finanzierung der ukrainischen Armee über einen längeren Zeitraum gewährleisten würde.
Der Kern des Problems
Er wies darauf hin, dass diese Mittel die Grundlage der europäischen Hilfe bilden sollten, um den Kreml von der Illusion des Ressourcenverschleißes der Ukraine zu befreien.
„Die entscheidende Frage ist, ob die Europäische Union die gefrorenen russischen Staatsvermögen für die Verteidigung der Ukraine nutzbar machen kann. Es geht um einen Betrag von bis zu 90 Milliarden Euro, der unseren Schätzungen zufolge ausreichen sollte, um die ukrainischen Streitkräfte mindestens noch zwei Jahre lang zu finanzieren“, sagte er.
Merz betonte, dass dieser Schritt kein Instrument der Eskalation sei, sondern ein Weg zum Frieden.
„Wir tun dies nicht, um den Krieg fortzusetzen, sondern um ihn zu beenden und Russland klarzumachen, dass die Fortsetzung dieses Krieges vergeblich ist“, fügte er hinzu.
Hybride Aggression Russlands
Er wies auch darauf hin, dass Russland die Aggression bereits auf das Territorium Europas verlagert hat, indem es verschiedene hybride Einflussmethoden anwendet.
„Russland greift uns bereits täglich an - durch Drohnenflüge, Morde, Sabotage, Spionage, Cyberangriffe und gezielte Desinformation“, zählte er die Bedrohungen auf.
Lehren aus der Vergangenheit
Friedrich Merz zog Parallelen zu Beginn der russischen Aggression im Jahr 2014 und versprach, dass das moderne Deutschland die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen werde.
„Solange ich wahlberechtigt bin, werden wir die Fehler von 2014 nicht wiederholen, indem wir es der Ukraine erlauben, ungeschützt vor Russland zu bleiben, ohne Sicherheitsgarantien“, fasste er zusammen.
Abschließend schätzte der Kanzler die Chance Europas, eine Einigung über die Nutzung gefrorener russischer Vermögenswerte zur Finanzierung der Verteidigung der Ukraine zu erzielen, als „50 zu 50“ ein.
Früher hatte er auch die Reaktion des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf den Vorschlag eines kurzen Waffenstillstands in der Weihnachtszeit scharf kritisiert und diese als brutal und zynisch bezeichnet.
Friedrich Merz betont die Bedeutung einer aktiven Nutzung gefrorener russischer Mittel zur Unterstützung der Ukraine im Kampf gegen die Aggression. Seine Worte unterstreichen die Notwendigkeit vereinter Anstrengungen Europas, um Stabilität und Sicherheit in der Region zu gewährleisten, da eine Fortsetzung des Konflikts schwerwiegende Folgen nicht nur für die Ukraine, sondern für ganz Europa haben könnte.
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