Neue Gehaltsuntergrenze: So viel müssen Arbeitnehmer in den Niederlanden ab 2026 mindestens verdienen.
Mindestlohn in den Niederlanden steigt 2026: Das ändert sich für Arbeitnehmer
Nach Angaben von Novyny.live: Für erwachsene Arbeitnehmer in den Niederlanden gilt ab dem 1. Januar 2026 ein neuer gesetzlicher Mindestlohn. Die Bruttostundensätze erhöhen sich für Beschäftigte ab 21 Jahren auf 14,71 Euro. Gegenüber dem Vorjahreswert von 14,40 Euro bedeutet dies eine deutliche Anhebung. Bei einer klassischen 36-Stunden-Woche summiert sich das auf ein monatliches Bruttogehalt von etwa 2.294 Euro. Diese regelmäßigen Anpassungen sollen die Kaufkraft der Beschäftigten sichern.
Gestaffelte Lohnuntergrenzen für Jugendliche
Für jüngere Arbeitnehmer gelten abgestufte Mindestlöhne, die sich strikt am Alter orientieren:
- 15 Jahre – 4,41 Euro
- 16 Jahre – 5,07 Euro
- 17 Jahre – 5,81 Euro
- 18 Jahre – 7,36 Euro
- 19 Jahre – 8,83 Euro
- 20 Jahre – 11,77 Euro
Den vollen Satz von 14,71 Euro erhalten ausschließlich Arbeitnehmer, die das 21. Lebensjahr vollendet haben.
Parallel zum Mindestlohn ist das niederländische Steuersystem für Arbeitseinkommen zu beachten. Es folgt einem progressiven Modell mit folgenden Steuersätzen:
- bis 38.883 Euro – 35,75%
- von 38.883 Euro bis 78.426 Euro – 37,56%
- über 78.426 Euro – 49,5%
Um die Nettoeinkommen zu entlasten, kommen ein allgemeiner Steuerfreibetrag von bis zu 3.115 Euro sowie ein Arbeitnehmerbonus von bis zu 5.685 Euro zum Tragen. Diese Kombination aus höheren Lohnuntergrenzen und Steuerentlastungen ist Teil einer gezielten Sozialpolitik. Sie zielt darauf ab, die Lebenshaltungskosten besser abzufedern und insbesondere Berufseinsteigern und Geringverdienern mehr finanziellen Spielraum zu verschaffen.
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