Friedensgespräche im Februar: Russland zögert, während die Verluste steigen.
Anstehende Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland
Nach Angaben von UATV: In den USA sind für den 17. oder 18. Februar Gespräche zwischen der Ukraine und Russland vorgesehen. Allerdings hat die russische Seite ihre Teilnahme bislang nicht offiziell bestätigt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigte zwar die Planung der Friedensverhandlungen, äußerte jedoch zugleich große Skepsis. Er glaubt nicht an ein baldiges Ende des Krieges, wie er in einem Statement deutlich machte:
„Ich glaube nicht, dass er den Krieg in naher Zukunft stoppen wird“.
Hohe Verluste und Mobilisierungsdruck
Russlands Außenminister Sergej Lawrow signalisierte zwar Kompromissbereitschaft, betonte aber, dass dies keine Aufgabe der russischen Kernziele bedeute. Unterdessen veröffentlichte der ukrainische Geheimdienst alarmierende Zahlen: Die russische Armee verliert monatlich schätzungsweise 30.000 bis 35.000 Soldaten als Tote oder Schwerverwundete. Die Verlustsituation hat sich 2023 deutlich verschärft, die Zahl der Gefallenen oder Vermissten ist gestiegen. Bereits bis September 2022 waren offiziell 6.000 russische Militärtote registriert worden. Experten prognostizieren, dass Russland bis zum Sommer 2023 weitere 100.000 bis 120.000 Soldaten verlieren könnte – ein Faktor, der eine neue Mobilisierungswelle im Land wahrscheinlicher macht. Diese enormen personellen Verluste bilden den düsteren Hintergrund für alle diplomatischen Manöver.
Im Kontext der geplanten Gespräche versucht Russland zudem, die Gelegenheit für eine Wiederannäherung an die USA zu nutzen. Vorausgegangene Analysen deuten jedoch darauf hin, dass Moskau keine Absicht hat, den Krieg zu beenden, bevor seine Ziele erreicht oder die Umstände dafür günstig sind. Diese Einschätzung wird auch vom estnischen Auslandsgeheimdienst geteilt. Der Analytiker Michael Kofman beschreibt die russische Strategie wie folgt:
„Putins Wette bestand darin, dass der ständige Druck entlang einer breiten Frontlinie schließlich zum Zusammenbruch der ukrainischen Seite führen würde“.
Somit finden die für Februar geplanten Verhandlungen vor dem Hintergrund massiver russischer Truppenverluste und einer angespannten Mobilisierungslage statt. Diese Faktoren könnten die Verhandlungspositionen beider Seiten erheblich beeinflussen.
Die anstehenden Gespräche spiegeln die komplexe Lage an der Front wider, die von stark gestiegenen russischen Verlusten geprägt ist. Dieser Kontext könnte zu taktischen Anpassungen bei beiden Kriegsparteien führen, da jede Seite versucht, in den Verhandlungen maximale Vorteile zu erzielen. Trotz rhetorischer Kompromissbereitschaft aus Moskau bleibt völlig offen, ob diese Gespräche zu einem wirklichen Durchbruch bei der Konfliktlösung führen können.
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