Metropolit Epiphanius wird 47: Vom Seminaristen zum Kirchenoberhaupt der Orthodoxen Kirche der Ukraine.
Der 47. Geburtstag von Metropolit Epiphanius
Nach Angaben von Novyny.live: Metropolit Epiphanius von Kiew und der gesamten Ukraine begeht am 3. Februar 2023 seinen 47. Geburtstag. Er steht als Oberhaupt der Orthodoxen Kirche der Ukraine (OKU) vor und leitet deren Verwaltung für auswärtige kirchliche Beziehungen. Seine geistliche Laufbahn nahm 1996 ihren Anfang, als er in das Kiewer Theologische Seminar eintrat, das er 1999 erfolgreich abschloss.
Nach seinem Studium vertiefte Epiphanius seine akademische Ausbildung. Im Jahr 2003 promovierte er im Fach Kirchenrecht. Ein Studienaufenthalt in Griechenland in den Jahren 2006 bis 2007 trug wesentlich zu seiner weiteren Entwicklung als geistlicher Führer bei. Seine umfassende theologische Expertise unterstrich er schließlich im August 2012 mit der Habilitation.
Prägende Leistungen für die orthodoxe Kirche
Epiphanius hat die orthodoxe Kirche in der Ukraine maßgeblich geprägt. Am 15. Dezember 2018 wurde er zum Metropoliten von Kiew und der gesamten Ukraine gewählt; seine Inthronisation folgte am 3. Februar 2019. Ein historischer Meilenstein in seiner Amtszeit war die Erlangung des Tomos über die Autokephalie (kirchliche Selbstständigkeit) für die OKU am 6. Januar 2019 – ein entscheidender Moment für das ukrainische Orthodoxiewesen.
Zu den zentralen Reformprojekten unter seiner Leitung gehört die Kalenderreform. Am 24. Mai 2023 beschloss die Bischofssynode der OKU den Wechsel auf den neujulianischen Kalender, der ab dem 1. September 2023 gelten soll. Dieser Schritt spiegelt das Bestreben der Kirche wider, sich den modernen Gegebenheiten anzupassen.
Der Werdegang des Metropoliten Epiphanius vom Seminaristen bis an die Spitze der Kirche ist ein Beispiel für Hingabe und Dienst. Seine Errungenschaften und sein Beitrag zur Entwicklung der orthodoxen Kirche in der Ukraine besitzen für viele Gläubige große Bedeutung.
Epiphanius hat sich zu einer Schlüsselfigur im zeitgenössischen ukrainischen Orthodoxie-Leben entwickelt. Sein Wirken hat die Entwicklung kirchlicher Eigenständigkeit und die Umsetzung gesellschaftlich relevanter Reformen vorangetrieben. Seine Führung in einer Phase, die für die Ukraine von enormen Herausforderungen geprägt war, hat nicht nur die Gläubigen, sondern auch die breite Öffentlichkeit aufmerken lassen. Sie unterstreicht die Rolle religiöser Führung in einem Land, das schwierige Zeiten durchlebt. Die unter seiner Ägide eingeleiteten Veränderungen haben das Potenzial, eine neue Ära in der Geschichte der OKU einzuläuten.
Lesen Sie auch
- Überraschende Verkehrsregeln: Wer an der Kreuzung links abbiegen darf
- Kein einheitliches Konzept: Ukrainische Ministerin räumt fehlende Strategie für Rückkehrer ein
- Neue Regelung des Obersten Gerichts: Gefallene Soldaten leichter anerkennbar – auch ohne Bergung der Leichen
- Die U-Bahn von Charkiw bleibt kostenlos als Bunker: Was Fahrgäste wissen sollten
- Fast 13 Stunden Prüfungsmarathon wegen Luftalarm: Abgeordnete fordern Reform des Hochschultests
- Wie ukrainische Soldaten legal das Militär verlassen können: Anfechtung einer Ablehnung vor Gericht

