Warum der 27. Januar zum weltweiten Gedenken an die Opfer des Holocaust gewählt wurde.

Warum der 27. Januar zum weltweiten Gedenken an die Opfer des Holocaust gewählt wurde
Warum der 27. Januar zum weltweiten Gedenken an die Opfer des Holocaust gewählt wurde

Der internationale Holocaust-Gedenktag

Nach Angaben von Novyny.live: Die Vereinten Nationen haben am 1. November 2005 den 27. Januar als weltweiten Gedenktag für die Opfer des Holocaust festgelegt. Dieses Datum markiert die Befreiung des größten nationalsozialistischen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Jahr 1945. Die Befreiung durch die Rote Armee steht symbolisch für das Ende des industriellen Massenmords und ist ein zentraler Moment der Erinnerung.

Das Ausmaß der Verbrechen

Der systematische Völkermord an den europäischen Juden dauerte von 1933 bis 1945 und forderte etwa 6 Millionen jüdische Menschenleben. Unter den Opfern des nationalsozialistischen Terrors befanden sich:

  • 4,5 Millionen Erwachsene;
  • 1,5 Millionen Kinder.

Diese beispiellose Vernichtung bleibt eine der dunkelsten Epochen der Menschheitsgeschichte, deren traumatische Folgen bis in die Gegenwart reichen.

Die Schreckensorte des Holocaust sind über ganz Europa verteilt. Im Warschauer Ghetto, einem Symbol für den Leidensweg der jüdischen Bevölkerung, waren zeitweise 400.000 Menschen eingepfercht. Eine der grauenhaftesten Mordstätten war Babyn Jar bei Kiew, wo am 29. und 30. September 1941 allein etwa 33.771 Jüdinnen und Juden erschossen wurden. Auch im Drobyzkyj Jar bei Charkiw wurden zwischen 1941 und 1942 schätzungsweise 14.000 bis 20.000 Menschen von den Nationalsozialisten ermordet und verscharrt. Diese Orte des Schreckens mahnen uns, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten, die die Welt jedes Jahr am 27. Januar ehrt.

Der internationale Gedenktag dient nicht allein dem ehrenden Andenken. Er ist auch ein Aufruf, die Gefahren von Hass, Antisemitismus und Diskriminierung in der Gegenwart zu erkennen und ihnen entschlossen entgegenzutreten. Die Lehre aus der Geschichte ist eine bleibende Verpflichtung, die Menschenrechte zu schützen und jede Form der Intoleranz zu bekämpfen, um eine Wiederholung solcher Verbrechen für alle Zukunft unmöglich zu machen.


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