JUICE-Sonde fotografiert interstellaren Gast: Komet 3I/ATLAS passiert Jupiter.
Ein Besucher aus den Tiefen des Alls
Nach Angaben von Novyny.live: Die europäische Raumsonde JUICE hat einzigartige Aufnahmen des interstellaren Kometen 3I/ATLAS geliefert, der sich derzeit dem Riesenplaneten Jupiter nähert. Seine größte Annäherung an Jupiter wird der Komet Mitte März erreichen, wobei ihn dann etwa 66 Millionen Kilometer von dem Gasplaneten trennen. Solche Besucher aus anderen Sternsystemen sind extrem selten und bieten eine besondere Gelegenheit für die Forschung.
Die Bilder entstanden bereits im November 2025 mit der Kamera JANUS an Bord von JUICE, als der Komet seinen sonnennächsten Punkt in einer Entfernung von 210 Millionen Kilometern passierte. Die Wissenschaftler konnten dabei über hundert Einzelaufnahmen des kosmischen Gastes gewinnen.
JUICE: Eine Mission für die Zukunft
Die eigentliche Hauptmission der JUICE-Sonde ist für die 2030er Jahre geplant. Dann wird sie sich intensiv der Erforschung der Jupitermonde wie Ganymed, Kallisto und Europa widmen.
Für diese Aufgaben ist JUICE mit einer Reihe hochmoderner wissenschaftlicher Instrumente ausgestattet, darunter:
- ein bildgebendes Nahinfrarot-Spektrometer
- ein UV-Spektrometer
- ein Submillimeter-Wellenlängen-Instrument
- ein Sensor zur Abbildung neutraler Atome
Diese Technologien werden nicht nur die Jupitermonde detailliert untersuchen, sondern auch wertvolle Daten über den Kometen 3I/ATLAS liefern.
Die aktuelle Passage des interstellaren Kometen am Jupiter ist ein bedeutendes Ereignis für die Astronomie. Sie ermöglicht es, die Eigenschaften und das Verhalten von Objekten zu studieren, die nicht aus unserem eigenen Sonnensystem stammen. Die bevorstehende JUICE-Mission wird dieses Wissen erweitern, indem sie die eisigen Monde des Jupiter erforscht – potenzielle Orte, die Hinweise auf außerirdisches Leben bergen könnten. Die Untersuchung solcher Kometen und Monde hilft Wissenschaftlern, die Entstehung und Entwicklung von Planetensystemen im Universum besser zu verstehen.
Lesen Sie auch
- Nur zwei bis drei Jahre: Warum faltbare Android-Handys so schnell den Geist aufgeben
- Wenn Turbomotoren enttäuschen: Die anfälligsten Aggregate und wie man sie rettet
- JD Power Zuverlässigkeitsstudie: BMW an der Spitze, Audi und Mercedes fallen zurück
- Ukrainische Drohnen-Barkasse „Barrakuda“ wird zum fliegenden Flugzeugträger: Wie viele FPV-Drohnen sie an Bord hat
- Toter Pixel auf dem Monitor: Lässt sich der Schaden selbst beheben?
- Historische Gebäude: Neue Solarpaneele ahmen Ziegel und Dachziegel nach

