Moldau verlängert Schutzstatus für Ukrainer bis 2027 – So funktioniert die Verlängerung.

Moldau verlängert Schutzstatus für Ukrainer bis 2027 – So funktioniert die Verlängerung
Moldau verlängert Schutzstatus für Ukrainer bis 2027 – So funktioniert die Verlängerung

Schutzfrist in der Republik Moldau deutlich ausgeweitet

Nach Angaben von TSN.ua: Für ukrainische Bürgerinnen und Bürger, die in der Republik Moldau Zuflucht gefunden haben, gilt der temporäre Schutz nun bis zum 1. März 2027. Die moldauische Regierung hat diese Verlängerung beschlossen und setzt damit ein wichtiges Zeichen der Unterstützung. Der Status kann zwischen dem 1. Februar und dem 30. April 2026 über einen Online-Antrag verlängert werden. Diese Maßnahme gibt den Geflüchteten langfristige Planungssicherheit in einem anhaltenden Konflikt.

Für Minderjährige, die zwischen dem 1. März 2023 und dem 1. Januar 2026 ihr 14. Lebensjahr vollenden, gilt eine Sonderregelung: Sie müssen persönlich beim Generalinspektorat für Migration vorsprechen. Dieses Vorgehen dient der Sicherheit und gewährleistet eine ordnungsgemäße Registrierung aller Schutzberechtigten.

Zahlen zur Aufnahme ukrainischer Geflüchteter in Moldau

Seit März 2023 haben in Moldau über 87.000 Ukrainerinnen und Ukrainer einen Antrag auf temporären Schutz gestellt, darunter etwa 20.000 Kinder. Das Land unterhält 18 Aufnahmezentren mit einer Kapazität von 1.111 Plätzen, die derzeit zu 82 Prozent belegt sind. Diese Zahlen verdeutlichen die anhaltend hohe Belastung für das kleine Land und seinen bemerkenswerten Beitrag zur Krisenbewältigung.

Nicht nur Moldau, auch andere Staaten verlängern den Schutz: Griechenland hat seinen Status für ukrainische Geflüchtete ebenfalls bis zum 4. März 2027 ausgeweitet. Bis Ende November 2025 besaßen in den Ländern der Europäischen Union etwa 4,33 Millionen Menschen diesen Schutzstatus. Die internationale Solidarität bleibt somit eine zentrale Stütze für die vom Krieg betroffenen Menschen.

Die Entscheidung Moldaus unterstreicht das fortbestehende Engagement des Landes, ukrainischen Geflüchteten auch weiterhin Sicherheit zu bieten. Gemeinsam mit ähnlichen Schritten in EU-Staaten zeigt sie den Willen zur internationalen Zusammenarbeit in dieser Krise. Die Bereitstellung unkomplizierter Verwaltungswege, wie dem Online-Verfahren zur Verlängerung, ist dabei ein wesentlicher Baustein, um den legalen Aufenthalt und den Zugang zu Hilfsleistungen zu sichern.


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