Generation Z: Junge Männer wünschen sich häufiger Kinder als Frauen.

Generation Z: Junge Männer wünschen sich häufiger Kinder als Frauen
Generation Z: Junge Männer wünschen sich häufiger Kinder als Frauen

Der neue Kinderwunsch junger Männer

Nach Angaben von Vox - Культура: Eine bemerkenswerte Verschiebung zeichnet sich ab: In der Generation Z äußern junge Männer deutlich häufiger den Wunsch nach Kindern als ihre Altersgenossinnen. Dies stellt einen klaren Bruch mit den Einstellungen früherer Generationen dar. Aktuelle Zahlen aus dem Jahr 2023 belegen, dass 57 Prozent der 18- bis 34-jährigen Männer Kinder haben möchten, während es bei den Frauen nur 45 Prozent sind. Diese Entwicklung signalisiert einen Wandel sozialer Normen und zeigt, dass familiäre Werte für junge Männer an Bedeutung gewinnen.

Der 18-jährige College-Student Brendan Estrada bringt es auf den Punkt:

„Ich möchte wirklich Kinder haben.“
Seine Haltung ist kein Einzelfall. Eine Studie vom Mai 2025 bestätigt den Trend: 63 Prozent der Männer zwischen 18 und 29 Jahren halten es für wichtig, Eltern zu werden. Interessanterweise verbindet dieses Anliegen politische Lager: 76 Prozent der Republikaner und 58 Prozent der Demokraten teilen diese Ansicht. Die Frage der Elternschaft scheint für viele junge Menschen jenseits politischer Grenzen relevant zu sein.

Ein neues Verständnis von Vaterschaft

Die Einstellungen sind jedoch nicht völlig frei von alten Mustern. So sind 28 Prozent der Männer aus Generation Z der Meinung, ein Hausmann sei „weniger männlich“. Dennoch übernehmen junge Väter heute praktisch mehr Verantwortung in der Kindererziehung als die Generation ihrer Väter. Seit der Pandemie wenden Männer durchschnittlich 1,2 Stunden mehr pro Woche für die Betreuung ihrer Kinder auf. Dies zeigt eine wachsende Beteiligung der Väter und einen langsamen Wandel traditioneller Familienrollen.

Die Expertin für sozialen Wandel, Misty Heggeness, erklärt die Motivation vieler junger Männer so:

„Im Grunde sagen sie: ‚Ich will eine Familie; ich will die nächste Generation großziehen.‘“
Es geht also nicht nur um den abstrakten Kinderwunsch, sondern um die Bereitschaft zu ernsthaften Gesprächen über Erziehung und Verantwortung. Ernest Ntangu, ein weiterer Vertreter der Gen Z, ergänzt mit einem Beispiel aus dem Alltag: „Ich liebe es zu kochen.“ Solche Aussagen spiegeln neue, ganzheitlichere Ansätze zum Familienleben wider.

Die beobachteten Veränderungen deuten insgesamt auf progressivere Vorstellungen von Familienwerten und Kindererziehung hin. Sie haben das Potenzial, das traditionelle Bild der Vaterrolle in der Gesellschaft nachhaltig zu verändern.

Diese Verschiebung im Denken junger Männer ist Teil einer größeren gesellschaftlichen Transformation. Die zunehmende Einbindung von Männern in Erziehung und Haushalt lässt klassische Geschlechterstereotype allmählich erodieren. Dieser Trend könnte zu mehr Gleichberechtigung im Familienalltag führen und das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern für kommende Generationen neu prägen.


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