Wasserkrise in München: Rekorddürre erzwingt strenge Sparmaßnahmen.
Einsatzstab zur Rettung der Wasservorräte eingerichtet
Nach Angaben von Espreso.tv: Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause hat die Bildung eines Krisenstabs bekanntgegeben, der sich dem sparsamen Umgang mit Wasser widmen soll. Auslöser ist eine anhaltende Trockenperiode, die den Grundwasserspiegel der Stadt drastisch sinken ließ. Eine derart kritische Lage gab es zuletzt Anfang der 1970er Jahre – die Behörden sind deshalb in höchster Alarmbereitschaft.
Obwohl die Trinkwasserversorgung in der bayerischen Landeshauptstadt weiterhin gesichert ist, haben die Stadtwerke bereits konkrete Schritte zur Ressourcenschonung eingeleitet. So soll etwa die Fensterreinigung vorübergehend gestoppt werden. Zudem werden mindestens zehn der insgesamt 150 Zierbrunnen in der Stadt abgeschaltet. Nach Berechnungen der Verwaltung lassen sich allein durch diese Maßnahme 43 Prozent des üblichen Wasserverbrauchs einsparen. Die Stadt reagiert damit auf die außergewöhnliche Wetterlage, die den Wasserverbrauch in die Höhe getrieben hat.
„Der durch die anhaltende Hitze stark gestiegene Wasserbedarf bringt das Versorgungssystem der Münchner Stadtwerke an seine Grenzen. Deshalb ergreifen wir als Stadt umgehend Maßnahmen, um Wasser zu sparen.“ – Dominik Krause
Was die Stadtverwaltung unternimmt
Die beschlossenen Schritte sind Teil eines umfassenderen Konzepts der Stadtverwaltung, um die Wasserressourcen angesichts des Klimawandels nachhaltig zu bewirtschaften. Die Einrichtung eines Krisenstabs unterstreicht die wachsende Besorgnis der lokalen Entscheidungsträger über die Folgen der Erderwärmung für die Wasserversorgung. Weltweit sehen sich Großstädte gezwungen, ihre Systeme an häufigere Dürreperioden anzupassen. München, eine der bedeutendsten Metropolen Deutschlands, zeigt mit diesen Sofortmaßnahmen, dass es bereit ist, Verantwortung für eine zukunftsfähige Ressourcenpolitik zu übernehmen – und könnte damit zum Vorbild für andere Kommunen mit ähnlichen Problemen werden.
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