Steuerreform bis 2026: So trifft der IWF-Vertrag Pakete und Einzelunternehmer.
Auflagen des Internationalen Währungsfonds
Nach Angaben von TSN.ua: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat der Ukraine eine Reihe von Steuerauflagen erteilt, die bis Ende März 2026 umgesetzt werden müssen. Im Zentrum stehen zwei Maßnahmen: Die Abschaffung der Steuerbefreiung für Paketimporte unter 150 Euro sowie die Einführung der Mehrwertsteuerpflicht für Einzelunternehmer (FOP). Zudem soll die zeitlich befristete Armeeabgabe von 5% dauerhaft im Steuersystem verankert werden.
Weitere geplante Neuerungen
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verabschiedung eines Gesetzes zur Besteuerung digitaler Plattformen. Das Memorandum mit diesen Forderungen wurde bereits von allen ukrainischen Verhandlungspartnern unterzeichnet. Die endgültige Billigung durch den IWF-Vorstand ist für Ende Februar 2026 vorgesehen. Parallel dazu plant die Regierung, die Mehrwertsteuer-Schwelle für Einzelunternehmer auf ein Jahresumsatzvolumen von 4 Millionen Hrywnja anzuheben.
Jaroslaw Schelesnjak, Abgeordneter der Werchowna Rada, kommentierte die Fristen: 'All diese Vorhaben sind als Leuchtturm gesetzt, der bis Ende März 2026 erreicht werden muss.'
Die geplanten Reformen werden die ukrainische Steuerlandschaft und das Geschäftsumfeld für Kleinunternehmer erheblich verändern.
Die neuen Regelungen sind Teil der Bemühungen, das ukrainische Steuerrecht an internationale Standards anzupassen. Für viele kleine Unternehmen, insbesondere im E-Commerce, dürfte die Abschaffung der Paketfreigrenze die Betriebskosten erhöhen. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges und wirtschaftlicher Herausforderungen wird die Umsetzung dieser IWF-Vorgaben langfristige Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Ukraine haben.
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