Letzte Frist vom IWF: Kiew muss Steuerreform bis Ende März verabschieden.
IWF stellt Ukraine ein Ultimatum
Nach Angaben von TSN.ua: Der Druck des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf die Ukraine wächst. Wegen unerfüllter Auflagen ist ein Konflikt zwischen dem Parlament und dem Präsidialamt entbrannt. Der IWF verlangt, dass Kiew bis Ende März 2023 dringende Steueränderungen beschließt. Nur dann soll das Land die nächste Tranche von 8,1 Milliarden US-Dollar erhalten. Die Reformen müssen von der Werchowna Rada verabschiedet werden.
Diese Steueränderungen fordert der IWF
Für den 18. März 2023 hat die IWF-Mission Gespräche mit ukrainischen Abgeordneten angesetzt. Das Parlament muss mehrere Punkte umsetzen. Dazu gehören:
- eine Besteuerung von Einkünften aus digitalen Plattformen – etwa eine Abgabe auf OLX,
- die Einführung von Steuern auf internationale Paketsendungen,
- die Abschaffung der Mehrwertsteuerbefreiung für Einzelunternehmer ab dem 1. Januar 2027,
- und die Schließung von Schlupflöchern zur Steuervermeidung.
Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich zu den Vorgängen mit deutlichen Worten:
'Wenn Abgeordnete nicht im Parlament arbeiten wollen, sollen sie an die Front gehen.' Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj
Diese Aussage unterstreicht die Dringlichkeit der Lage. Die Abgeordneten sind nun gefordert, zügig zu handeln. Vizepremierministerin Julia Swyrydenko versicherte unterdessen, dass die geplanten Neuerungen die meisten Unternehmer nicht belasten würden.
Erschwerend kommt hinzu, dass ein Hilfspaket der Europäischen Union in Höhe von 90 Milliarden Euro derzeit von Ungarn und der Slowakei blockiert wird. Dadurch wird die finanzielle Lage der Ukraine zusätzlich angespannt. Vor diesem Hintergrund ist die Erfüllung der IWF-Auflagen für die wirtschaftliche Stabilisierung des Landes von entscheidender Bedeutung.
Die Umsetzung der IWF-Forderungen ist ein Schlüsselfaktor für die wirtschaftliche Stabilität der Ukraine – besonders angesichts der aktuellen politischen Spannungen und der blockierten EU-Hilfen. Scheitert die Ukraine an den Auflagen, droht eine weitere Verschärfung der Haushaltskrise. Dies hätte direkte Auswirkungen auf die soziale und wirtschaftliche Lage im Land. Die Geschwindigkeit, mit der die notwendigen Gesetze verabschiedet werden, könnte darüber entscheiden, ob die internationale Unterstützung weiterfließt und das Vertrauen von Investoren zurückkehrt.
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