Ukrainische Geldtransporter in Ungarn: 28 Stunden in Handschellen und ohne Konsulatshilfe.
Ukrainische Geldboten in Ungarn festgehalten
Nach Angaben von UATV: Das ukrainische Außenministerium wirft den ungarischen Behörden massive Rechtsverstöße bei der Behandlung von zwei Geldboten vor. Die Männer wurden am 9. März festgenommen und seien psychischem und physischem Druck ausgesetzt gewesen. Sie erhielten keinen Zugang zu konsularischer Hilfe und wurden schließlich abgeschoben. Solche Vorfälle belasten das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen den Nachbarländern zusätzlich.
Die Festnahme erfolgte durch das ungarische Antiterrorzentrum und dauerte 28 Stunden. Während dieser gesamten Zeit wurden die Männer in Handschellen gehalten, obwohl sie offiziell nur als Zeugen galten. Zudem wurde ihnen nach Angaben des ukrainischen Ministeriums die Verständigung in ihrer Muttersprache verwehrt – ein klarer Verstoß gegen ihre Rechte.
Forderungen Kiews an Budapest
Bereits am 6. März 2026 hatte Ungarn die Entscheidung zur Abschiebung der Ukrainer getroffen. Die ukrainische Regierung fordert nun die Rückgabe des beschlagnahmten Transportfahrzeugs und der Wertgüter, die sich im Besitz der Männer befanden. In einer scharfen Stellungnahme verlangt das Außenministerium in Kiew Konsequenzen:
„Das ukrainische Außenministerium fordert, alle Personen zur Verantwortung zu ziehen, die für die widerrechtliche Festnahme ukrainischer Bürger verantwortlich sind.“
Erfolg konnte die ukrainische Diplomatie hingegen bei einem früheren Vorfall verbuchen: Sieben Geldboten, die bereits am 5. März festgenommen worden waren, sind inzwischen zurück in der Ukraine. Der aktuelle Fall sorgt national und international für Besorgnis und unterstreicht die Gefährdung der Rechte ukrainischer Staatsbürger im Ausland.
Der Vorfall wirft ein grelles Licht auf die systematischen Probleme, mit denen Ukrainer im Ausland konfrontiert sein können – besonders in Fragen des Menschenrechtsschutzes und der Einhaltung internationalen Rechts. Die Vorgänge könnten die diplomatischen Beziehungen zwischen der Ukraine und Ungarn weiter verschlechtern und zu schärferen Maßnahmen Kiews zum Schutz seiner Bürger führen. Die internationale Gemeinschaft ist aufgefordert, derartige Vorkommnisse nicht zu ignorieren und sich für die universelle Geltung der Menschenrechte einzusetzen.
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