NABU-Chef Krimonos fordert stärkere Unabhängigkeit für Korruptionsermittlungen.

NABU-Chef Krimonos fordert stärkere Unabhängigkeit für Korruptionsermittlungen
NABU-Chef Krimonos fordert stärkere Unabhängigkeit für Korruptionsermittlungen

Appell vor dem Untersuchungsausschuss

Nach Angaben von Novyny.live: Der Leiter des Nationalen Antikorruptionsbüros (NABU), Semen Kryvonos, hat am 15. Januar vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (TSC) für Verteidigung, Antikorruptionspolitik und Menschenrechte eine deutliche Stärkung der Unabhängigkeit seiner Behörde gefordert. Sein Ziel ist es, Einflussnahme auf laufende Ermittlungen künftig wirksam zu unterbinden. Kryvonos betonte, dass das Büro seine Arbeit unter allen Umständen und ungeachtet jeglichen Drucks fortsetzen müsse.

Der NABU-Chef machte klar, dass Ermittlungen unabhängig von der Art der Einflussnahme weitergeführt werden.

„Wenn wir von Druck sprechen – er kann in verschiedenen Formen auftreten“, so Kryvonos.
Er bekräftigte die Entschlossenheit seiner Behörde mit den Worten:
„Ich bin überzeugt, dass wir unabhängig von der Form des Drucks unsere Arbeit vorantreiben und die Vorermittlungen durchführen werden – ohne Rücksicht auf die Position der Beschuldigten, politischen Einfluss oder die Höhe finanzieller Ressourcen.“

Forderung nach unabhängiger Expertengremium

Zudem sprach sich Kryvonos für die Einrichtung einer unabhängigen Expertengremiums aus, das die Antikorruptionsarbeit effektiver gestalten soll. Seine Aussagen fallen in eine angespannte Phase, nachdem am 13. Januar eine Durchsuchung in den Räumlichkeiten von Julia Timoschenko stattfand. Dieser Vorfall unterstreicht die aktuelle Brisanz des Themas Einflussnahme auf Strafverfolgungsbehörden.

Die Position von Kryvonos zeigt den entschlossenen Willen des NABU, die Unabhängigkeit seiner Ermittlungen zu wahren und sich gegen Eingriffe aus politischen oder finanziellen Interessen zu wehren.

Die Äußerungen reflektieren die angespannte Lage der Antikorruptionsreformen in der Ukraine. Vor dem Hintergrund anhaltender Versuche, Ermittlungen zu behindern, könnte die Schaffung eines unabhängigen Expertengremiums ein entscheidender Schritt zur Stärkung des gesamten Antikorruptionssystems sein. Aktuelle Vorkommnisse wie die Durchsuchung bei Timoschenko machen deutlich, wie notwendig der Schutz dieser Institutionen vor externer Einflussnahme ist.


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