Israel soll Unternehmer Mìndìtsch ausliefern: NABU-Antrag liegt beim Generalstaatsanwalt.
Auslieferungsverfahren gegen Tymur Mìndìtsch
Nach Angaben von TSN.ua: Die ukrainische Antikorruptionsbehörde NABU hat bei Israel die Auslieferung des Geschäftsmanns Tymur Mìndìtsch beantragt. Er steht im Zentrum des als „Midas“ bekannten Korruptionsfalls. Die entsprechenden Unterlagen liegen seit zwei Wochen im Büro des Generalstaatsanwalts zur Unterschrift bereit. Mìndìtsch hält sich vermutlich in Israel auf.
Hürden im Auslieferungsverfahren
Auslieferungen aus Israel gelten als kompliziert – das könnte auch diesen Fall verzögern. NABU-Direktor Semen Krywonos bestätigte, dass die Ermittlungen seit Februar laufen und sich nun in einer aktiven Phase befinden.
Wir haben dem Generalstaatsanwalt sämtliche Unterlagen für die Auslieferung übergeben.
Semen Krywonos, NABU-Direktor
Ein weiterer NABU-Vertreter, Oleksandr Abakumow, erklärte:
Wir haben umfangreiche Beweise vorbereitet und in die Landessprache übersetzt, um zu belegen, dass unser Verdacht begründet ist.
Oleksandr Abakumow, NABU-Vertreter
Die ukrainischen Strafverfolgungsbehörden beobachten die Lage genau. Sie arbeiten weiter daran, die Vorwürfe gegen Mìndìtsch mit zusätzlichen Beweisen zu untermauern.
Der Auslieferungsantrag zeigt, dass die Ukraine ihre Korruptionsbekämpfung verstärkt – besonders bei Fällen von hohem öffentlichem Interesse. Die komplexe Rechtslage in Israel könnte das Verfahren zwar in die Länge ziehen, doch das NABU signalisiert mit seinen Aktivitäten, dass es entschlossen ist, für Gerechtigkeit zu sorgen. Der Ausgang dieses Falls wird auch die künftige Anti-Korruptionsarbeit in der Ukraine beeinflussen.
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