Ex-Energieminister Galuschtschenko festgenommen: Verdacht wird erhoben.
Festnahme von Herman Galuschtschenko
Nach Angaben von TSN.ua: Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) hat die Festnahme des ehemaligen Energieministers Herman Galuschtschenko am 15. Februar bei der Grenzüberquerung bestätigt. Die Festnahme erfolgte im Rahmen der Ermittlungen im sogenannten 'Midas'-Verfahren, das Korruption im Energiesektor betrifft.
Herman Galuschtschenko war von 2021 bis 2025 Energieminister. Anschließend bekleidete er vom 17. Juli bis zum 19. November 2025 das Amt des Justizministers. Es ist geplant, Galuschtschenko nach Kiew zu überstellen, wo ihm der Verdacht formell mitgeteilt werden soll. Im 'Midas'-Verfahren wird er derzeit als Zeuge geführt.
Bedeutung der Festnahme
Bereits am 14. November 2025 war Galuschtschenko aus dem Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine (NSDR) ausgeschlossen worden, am 19. November 2025 entließ ihn das Parlament aus dem Justizministeramt. Ein Staatsanwalt der Spezialisierten Antikorruptionsstaatsanwaltschaft erklärte, Galuschtschenko habe
persönliche Vorteile erlangt, indem er für Minditsch beim Präsidenten intervenierte und von Minditsch organisierte Dienstleistungen in Anspruch nahm.
Das NABU teilte mit, dass 'die dringenden Ermittlungshandlungen andauern, die gemäß den gesetzlichen Anforderungen und der gerichtlichen Genehmigung durchgeführt werden'. Die Ermittlungen im 'Midas'-Fall gehen weiter, weitere Einzelheiten sollen nach Abschluss der Untersuchungshandlungen bekannt gegeben werden.
Die Festnahme markiert einen bedeutenden Schritt im Kampf gegen Korruption in der Ukraine, insbesondere im für die Volkswirtschaft zentralen Energiesektor. Korruptionsverfahren gegen hochrangige Amtsträger sind ein wichtiger Prüfstein für die Glaubwürdigkeit staatlicher Institutionen und Reformprozesse. Der weitere Verlauf des 'Midas'-Verfahrens wird aufzeigen, wie konsequent die ukrainischen Behörden gegen Machtmissbrauch in den eigenen Reihen vorgehen.
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