Russland hat die Angriffe auf das Energiesystem intensifiziert: Warum der Winter schwieriger wird.
Russland hat die Angriffe auf das ukrainische Energiesystem intensiviert
Nach Angaben von inkorr.com: Die russische Armee setzt gezielte Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine fort. Dies hat zu Not- und planmäßigen Stromausfällen in mehreren Regionen geführt. Experten glauben, dass dieser Winter erheblich schwieriger sein wird als der vorherige.
Darüber berichtete im Programm des 24. Kanals der Doktor der Wirtschaftswissenschaften und Leiter des analytischen Zentrums Advanter Group, Andrij Dlihach. Er betonte, dass die Ukrainer sich auf neue großangelegte Blackouts und Einschränkungen bei der Stromversorgung vorbereiten müssen, da Russland seine Angriffstaktik geändert hat.
'Letzten Winter hatten wir weniger Beschüsse und konnten das Energiesystem stabilisieren. In diesem Jahr handelt Russland anders – die Anzahl der Angriffe ist gestiegen, und die Ziele sind nicht nur Erzeugungsanlagen, sondern auch Knotenpunkte des Energiesystems', sagte Dlihach.
Der Experte erklärte auch, dass die Risiken aufgrund niedriger Stromvorräte, insbesondere in den Regionen am Dnipro, steigen. Im Falle ernsthafter Angriffe könnte sich das Energiesystem in zwei Teile teilen. Darüber hinaus hat die Ukraine bereits einen Teil ihrer Möglichkeiten zur Stromimportnutzung ausgeschöpft, während lokale energieunabhängige Gemeinden weiterhin von den Hauptgasleitungen abhängig sind.
Vorbereitung auf einen schwierigen Winter
Trotzdem betonte Dlihach, dass sowohl die Bürger als auch die Staatsorgane bewusst an die Vorbereitung herangegangen sind. Den späten Beginn der Heizperiode bezeichnete er als 'klugen Schritt zur Einsparung', angesichts geringerer Gasreserven im Vergleich zum letzten Jahr. Viele Unternehmen haben bereits Maßnahmen ergriffen, um ihre Energieunabhängigkeit zu sichern, und die Energieanlagen bereiten sich auf potenzielle Angriffe vor, einschließlich der Nutzung von Drohnen.
'Der Winter wird kalt und schwierig sein. Es gibt ernsthafte Risiken von Blackouts, daher müssen Unternehmen und Gemeinden sich rechtzeitig vorbereiten. Es bleibt nicht viel Zeit bis zur Kälte, aber wir können noch viel tun', fasste Dlihach zusammen.
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Angriffe auf die Energieinfrastruktur ist das ukrainische Energiesystem gezwungen, rechtzeitig auf neue Herausforderungen zu reagieren. Experten fordern Unternehmen und Bürger auf, sich auf mögliche Blackouts und Einschränkungen vorzubereiten, da die Stabilität der Stromversorgung in den kommenden Monaten gefährdet sein könnte. Dies erinnert erneut an die Bedeutung von Energieeffizienz und Selbstversorgung für jeden Verbraucher.
Lesen Sie auch
- Neue US-Zölle gegen 60 Länder: So hoch fallen die Abgaben für die EU und Russland aus
- Russlands Öl- und Gasumsätze sollen um 60 % steigen – das treibt den Anstieg an
- Zweite IMF-Zahlung an die Ukraine: 690 Millionen Dollar für den Staatshaushalt
- Russlands Haushaltsloch von 7 Billionen Rubel: Droht dem Land die Zahlungsunfähigkeit?
- 60 Prozent der russischen Ölraffinerien müssen zerstört werden – das ist die kritische Schwelle, so ein Experte
- Warum Russlands Ölraffinerien kaum zu retten sind – ein Experte erklärt die drohende Treibstoffkrise

